Irr und Wirr oder unverständlich Geordnet?
Im Zweifel der Verbindlichkeiten,
Wort und sein Entstehen -
wer will schon selbst mit sich im Tiefen,
der Vergänglichkeiten stehen!
(W)IRRWEGE
W.H.
Im Dialog
Es sind die Irrwege meiner Gedanken,
die mich von dir entfernen –
zum Selbstschutz in mich kehren lassen.
Innerlich zerfressen,
hilflos –
verletzbar...
Es ist die Verzweiflung,
die Sehnsucht,
die meine Gedanken treibt –
wieder Irrwege,
die Einbahnstraßen gleichen -
die mich nicht ankommen lassen.
Stillstand,
Mauern –
Lähmung...
Gedanken wie schreiende Blitze,
der freie Fall ins Dunkel –
kein Weg,
kein Licht...
Wo, wann finde ich mich?
W.H.
Im Zwange deiner Fesselei,
im Drange dich zu finden –
im Kreise deiner Runden,
hat das Kind der deinen Seele -
längst als schuldig dich befunden!
Im Eifer deines Wesens,
im Tun der Mannigfaltigkeit –
im Fluge über Sehsuchtsgräben,
das Eis in deinem Feuer...
Bist der Richter deines Klagens,
der Krieger dir als Heer –
schwärmst auf brache Felder aus,
um zu bekämpfen –
dein Begehr.
Erinnerungen Karawane,
das All –
Unendlichkeit...
Du bist verloren,
wenn du glaubst erkoren –
im Leben dich zu finden!
Im Zweifel wie,
dem Ob und Überhaupt –
ist fragend über den Bestand,
bereits das Grab gebaut.
Ein und aus,
tief dir die Luft –
Fragen sind Bestand...
Und im Zweifel deiner selbst,
pulst dir Vergänglichkeit –
das Leben in deiner Hand.
Pcl
Enttarnt,
blank steh ich vor dir -
droht mir die Isolation?
Weiß ich doch um die mir eigens angelegten Fesseln des Lebens,
die mich blutig hinkend hier verweilen lassen.
So will ich doch schaffen,
wenn die Ketten der Erwartungen mich schmerzen.
Im Bewusstsein der eigenen Schuld,
sinke ich -
in die Tiefen des schwarzen Nichts.
Ist es wirklich Nichts?
Werde doch fündig,
spüre ich Wärme und Nähe -
im Zuge der geistigen Zuflucht.
Die Erwartungen der Stetigkeit deines Daseins,
sind meine (W)Irrwege der Isolation vergänglich.
W.H.
Nun,
sah man diese Schönheit nackt -
bereits noch tief im Stoffe.
Gedankenpuls lag tief verborgen,
leis vernarbte Augen -
trauten sich der Ängste nicht,
was die Mimik sprach.
Dem Wesen blieb noch nie verborgen,
allsamt in dieser Welt -
Seele...
Benötigt sie doch keine Sprachen,
für das -
was verständlich sie mit wundter Kehle,
in eigener Art und Weise schreit!
Im Kreislauf der Vergänglichkeiten,
im Wechsel der Momente -
gerinnt in einer Spur der Tod,
sind blutig nicht die Hände.
Leben scheint,
in seinem Wesen ,
seiner selbst versklavt zu sein...
Rasseln Ketten,
krachen Schlösser -
schließen Kerker pflichtbewusst,
einsam Stärke ein.
Aus dem Nichts gebar sich Leben,
der Helligkeit das Fundament -
die Weiten der Unendlichkeit,
das Dunkel.
Nackt nahm sich,
des Lebens Hände -
Leiber rein wie Berges Bach,
hinab zu fließen um als Tränke -
des Daseins Quell zu sein.
Die Dauer der Erwartung,
liegt im Herz als Stein -
schmerzt sie selbstlos seiner Qual an Striemen,
vergeht ihre Trauer -
Belohnung ist die Ewigkeit...
Relativität auf Bahnen,
gefangen in Wahrscheinlichkeit -
der Weg verloren in den Zahlen,
Elypsen der Beständigkeit?
Im Kreislauf lässt sich gut erahnen,
das Wege sich verschmelzen -
um sie zu begehen.
In der Unendlichkeit dem Zufall wohl entgangen,
denn was sich traf war wohl erkoren -
in der isolierten Fremde,
auf Dauer sich zu wärmen,
seine kalten Hände!
Pcl
Sitze hier mit der Flut in den Augen,
jede Zeile -
jedes Wort gräbt sich ein.
Der Wahrheit entsprechend bin ich selbst die Sklavin,
meines Tuns.
Tag für Tag die Rüstung poliert und angelegt,
damit der Schein der Stärke und Unverletzbarkeit -
gewahrt bleibt.
Jedoch mit scharfen Blick,
klar -
erkennbar die Spuren des Kampfes.
An Ketten zerrend,
hörst du mein Schreien?
Ausbruch,
Flucht geplant?
Sanfte Tränen...
Unsere Begegnung,
ein Zufall -
wohl eher nicht?!
Siehst mich an,
dein Blick -
ein wahres Wort und Wärme.
Sauge es in mir auf,
fest verankert in meiner Brust -
genieße...
Sagst mir so viel,
nimmst mich mit auf die Reise,
soll zeitloser Augenblick sein...!
Doch wie weit tragen uns,
unsere Flügel mit der Vergänglichkeit -
im Nacken?
Möchte den Vollkommenen Moment erleben!
Ewiger Wunsch oder Wirklichkeit?
Bin eben ein Träumer,
ertrunken...
im Tränenmeer.
W.H. 30.01.2011
Auf die Reise...
Mit auf die Reise genommen...
Ich dich?
Du mich?
Wir uns?
Ist in der Begegnung,
uns -
bereits Bestimmung widerfahren...
oder pendeln unsere Seelen,
nur Möglichkeiten aus?
Ist das Leben nicht,
die Reise?
Der Tag?
Die Nacht?
Die Zeit?
... lediglich Vertreib?
Im Wandel der Extreme,
im Keller der Bequeme -
im Versäumnis der Begebenheiten,
auf dem Gipfel der Belastbarkeit,
gefeit?
Tränen sprechen Bände,
aus den Tiefen deines Leibes -
finden sie den Weg ins Freie,
sind sie Zeugnis -
der Empfindsamkeit!
Bereit?
Ist die Frage,
sollte sie -
das Ungewiss der Weite sein?
Sollte Sie zu hinterfragen wagen,
was Sie selbst gebar?
Vollkommenheit ein Ziel,
doch -
wie gestaltet,
definiert es sich -
wirklich?!
Im Lauf die Wegeszweige,
gegangen sind sie ein Garant -
um zu sehen,
von hohen Pfaden -
die Erinnerung als Pfand!
Fürchte nicht,
was dich gefunden -
fürchte nicht,
wovor du fliehst.
Hältst du fest?
Vergiss die Reise nicht -
der du ängstlich seine Wurzeln reißt,
aus dem Fluss -
der in Erkenntnis fließt!
Leise wimmern kalte Winde,
raunen über Stoppelfeld -
und wo vor lang vergangener Zeit,
der Stahl des Geistes Hauchen nahm -
liegen nun im blutgetränkten Grunde,
die Samen der Beständigkeit!
So lass uns liegen auf Geschichte,
die Welt sich drehend sein -
genießen den Moment des Friedens,
mit sich "Eins" zu sein.
Die Rüstung deines zarten Wesens,
glänzt auch einem andren Leib -
im Mut zu Gehen wird sie dienen,
Jenem den die Flucht befreit!
Pcl
01.02.2011
Den Blick auf die zarten Zweige des Baumes gerichtet,
ergeben sich im Sturm.
Widerstand zwecklos,
wollen ja nicht brechen.
Mich frierts, Kälte dringt vor -
bleibe trotzdem...
Sonnenstrahlen berühren mein Gesicht,
wärmen nicht.
Schau in den Himmel...
Gedanken wie getriebene Wolken.
Formen verändern sich,
Verschmelzung -
Neuentstehung...
Freiheit.
Der Egoist in mir gönnt sich das Privileg dieses Augenblickes...,
ungestört.
Mich frierts,
Kälte dringt wieder vor -
bleibe...
In dieser Ruhe immer wieder,
die Sequenzen des Erlebten.
In der Dunkelheit,
wenige Lichter -
Sterne...
Hände die sich berühren...
Sich suchende Blicke im Licht der Laterne,
funkelnde Neugier in den Augen.
Die zwei Türme gehören unweigerlich nun auch dazu,
im weißen Rauch vereint...
gefestigte Größen am Horizont.
Bestimmung gefunden.
In den Tiefen der Nähe bin ich ein Spion.
Gefühle,
Worte getragen von Intensität.
Berührung,
Selbstlos -
Ergeben.
Der Beginn einer Reise,
Zeitreise...
soll in der Unsterblichkeit enden.
Wird sie?
Ist sie schon?
Mich frierts,
Kälte -
bleibe trotzdem...
W.H. 07.02.2011
Auch mir ist's kalt,
den Rücken hinauf der Wirbel entlang -
über Hals und mir in klamme Hände,
mich friert's -
wie nah uns doch die Kälte ist.
Heute,
zwanglos schwebte der Tag in die Nacht -
wie eine Feder so leicht,
gestorben.
Erinnere mich,
ja die Türme -
trotzen der Widrigkeiten,
qualmen vor sich hin.
Sehnsüchte,
was wär man ohne sie -
die Erkenntnis martert ihren Leib,
mit Nägeln auf frostiges Holz.
Kaum das man das Blut,
rinnend den Pfahl hinab verdampfen sieht -
gefrors wie Wachs der Kerzen.
Verbunden in den Qualen,
vereint im Wehgeschrei -
klaffend liegen unsre Wunden,
dem Blicke frei...
Ergeben?
Die Nacht ist einsam ohne Träume,
ist einsam ohne Dunkelheit -
die Nacht,
wie war sie mir doch einst noch Schlaf...
Hin und her,
ein Fegefeuer?
Kalt spalten mir die Füße Wärme,
Scheite die verbrennen -
und zurück im lichterlohen Brande,
kalte Asche.
Fremd säuselt ein Wind,
der Morgen graut und saugt aus seinen Armen -
den Rest der Nacht und ihren Staub,
trägt ihn in die Ewigkeit.
Gefeit?
Wieder einmal,
sich ständig wiederholend -
bereit?
Hoch über blauen Tiefen,
rauscht das Meer im Sande -
erliegt im Zischen weißen Schaumes,
Blasen platzen...
Unendlich!
Mit Enterhaken die sich gruben,
tief ins Fleisch des Wesens -
schleift nun die Gemeinsamkeit,
unsre Seelen durch das Leben.
Unsterblichkeit?
Sie ist...
Pcl 17.02.2011