DAS TAGEBUCH

Oliver Sachse und überhaupt...

 

 

 

 


                                                                                                                                                                                  S.Riedel = Steps

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Das Leben eine Reise ins Unbekannte...? Jeder für sich erlebt in seinem Leben Dinge von Abgrundtief bis weit über die Wolken doch im Ursprung stehen wir alle wie zementiert in der selben Basis. Jeder ist seines Glückes Schmied, aber eben auch der Urheber seines Mißgeschick und Unglücks. Wir gleichen uns alle mehr als wir glauben kaschieren - und vor uns verheimlichen zu können. Alltag bindet uns aneinander, mehr als wir das wahr haben wollen und selbst in noch so weiter Flucht davor sind wir Teil des Lebens dieses geschlossenen Kreislaufes. Klug oder Dumm, Gut oder Schlecht... Im Betrachten des Daseins an sich erübrigt sich jede Form der Festlegung, da noch jede kleine Spezies dem Gefüge dieses Planeten unterliegt und somit Teil des Ganzen ist. Einem normalen Alltag beizuwohnen und den Gedanken die daraus entstehen, dazu sei der Leser dieses Tagebuches hiermit eingeladen. Eins zu eins von Mensch zu Mensch...

 

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Sonntag der 04.03.2012

0:³° Uhr

 

 

Bereits vom letzten Eintrag in mein öffentliches Tagebuch bis zum heutigen Tag, sind Monate vergangen in denen ich zwar nicht untätig war aber eben meinem Tagebuch untreu. So einiges ist passiert und hat sich verworfen um neue Dinge wie aus dem Nichts entstehen zu lassen. Positives ist mir viel begegnet, kraftvolles und willenstarkes Handeln mit dem Grundtenor eben in einem Schritt zurück zwei voraus zu gehen und es hat sich bewahrheitet... Selbst habe ich mich in Situationen manövriert deren Ausgang ich erahnte aber wie so immer nicht wahrhaben wollte und biss somit in den saueren Apfel bitterer Erkenntnisse die ich so schon hatte. Vielleicht ist es das Kind in einem was dazu animiert, in die immer wieder sich ähnelnden, wenn auch nicht gleichen Fallen zu tappen doch womöglich ist es auch pure Dummheit?! Wie dem auch sei, mit jedem Schritt ins Desaster ergaben sich dennoch wieder neue Erkenntnisse über die andere Seite und deren Eigenheiten. An das Gute im Menschen glaube ich nach wie vor, auch wenn sich äußerst wenige mit Geschick nach außen dahingehend so verkaufen, dass man es ihnen abnehmen könnte. Doch wie viel Zeit lässt man sich für den Anderen oder eben nur dem Anderen, sich von seiner wahren Seite zu zeigen? Die alseits bekannte These dass hinter jeder harten Schale auch ein weicher Kern steckt lässt sich dabei natürlich auch umdrehen. Ursachen gibt es bei jenem wie beim anderen und allein das genügt zumindest mir, diese Zeit zu investieren, auch wenn man dabei enorm viel Geduld haben muss und Nerven lässt. Die eigene Nase ist immer groß genug um sich an ihr selbst zu ziehen, wenn es mal mit der Loyalität und Wertigkeit anderen gegenüber nicht funktionieren sollte. Das mit der eigenen Nase, geht tatsächlich…

 

Das mir ein "mit allen Wassern gewaschener Gastronom" meinen regulären Lohn streitig machen wollte ist noch das kleinere Übel vergangener Monate, das er einem zusätzlich auch noch Hausverbot in jener Gastronomie erteilte - an dessen Wachstum man in all den Jahren rege Anteil hatte ist unter dem Strich lediglich bemitleidenswert. Mit Abstand beobachten zu können wie dieser "Vollblutgastronom" es darüber hinaus mit manischem Verfolgungswahn schafft, entgegen der Seele dieser gastronomischen Einrichtung diese wahrhaftig zu töten schmerzt dann doch. So ist diese Zeit, mit einem Lächeln kaufte er sich ein und darauf hereinfallende Seelen von Menschen schauen nun dem zerstörerischen Werk eines mit Verlaub, Wahnsinnigen zu. Auch diesen Schmarotzer wird die Zeit einholen und da er seelisch wohl schon sein ganzes Leben lang an seinen menschlichen Defiziten krankt, unter den Schmerzen seiner Erfolgszwänge leidet,  hat er im Ergebnis aller Faktoren von allen noch das schwerste Los zu ertragen,-  sich selbst.

 

Über die Straßen Europas ist man nächtlich gerast um Presseartikel zum Termin am entsprechenden Ort abzuliefern, hinter dem Tresen hat man Bier gezapft und mit vollem Tablett den Gästen aus Überzeugung am Kinn gegrault. Jede Sequenz bei welcher Tätigkeit auch immer hat man genossen, wusste sie für sich im Kopf umzusetzen um daraus wieder etwas Neues in Wort oder Ton zu gebären. Man zeichnete und warf von den vielen Skizzen unendlich viele weg, stöberte im www nach Informationen über das weltliche Gefüge um mit all den Fundus hernach auf der Bühne zu sitzen/oder zu stehen um seine Eindrücke preis zu geben. Herrlich...

Urlaub, das Wort ist einem geläufig aber im Sinne der alljährlichen Flut an Touristen in der Ferne wohl nichts. 3 Tage Ungarn, 3 Tage Ostsee - gar nur 19 Stunden. Ja, man ist sich eben der Spontaneität nicht zu Schade und fährt aus dem Bauch heraus am Vormittag nach Dresden um im Gewühl der alten Meister nach einem Bild zu suchen um es dann doch nicht zu finden. Weiter geht es, nach Berlin im offenen Cabriolet und noch mit dem Gedanken an ein frisches Baguette mit Kaffee entschloss man sich abzubiegen und mal fix an die Ostsee zu kurbeln. 22:45 Uhr Trassenheide, die ächzende Karre auf den Parkplatz gestellt um für satte 3 Minuten am großen Wasser zu stehen, von welchem man in der Dunkelheit kaum was ausmachen konnte. Kurzer Stopp am nahen Strandcafe' wo einem der Macker von der schnippichen Tresenkraft erst einmal, während man längst gegenüber in der anderen Bar sitzend am kühlen Bier schlürfte, von hinten die Kehle zudrückt und einem mit der Hölle droht ließe man seine Frau nicht in Ruhe. Jupp, das nennt man komprimierten Abenteuerurlaub und da in Saisonzeiten um diese Uhrzeit kein Zimmer mehr zu finden war schälte man sich ins nun verdeckte Automobil und bummelte gemächlich nach haus. Die Rolle zeigte 1300 Kilometer und nach eben diesen 19 Stunden war man im morgendlichen Empfangsgezwitscher erwachender Vögel wieder da, wo man völlig planlos seinen Trip ins Ungewisse begann. All die Eindrücke unterwegs, der Umweg über Polen um dann am nächsten Morgen glücklich und zufrieden wieder ins Bett zu fallen. So muß es sein...

 

Manchmal fragt man sich ja, nach dem Sinn der seinen Hintergründe mit welchen man das angeht was einem zum Alltag wird. Das Projekt in meinem Falle, mit oft unerkennbaren Ergebnissen was einen über die Zweifel in Depressionen jagt. Dann wiederum geballt in der Masse nicht zu beantwortende E-Mails und Briefe, SMS und öffentlich, mediales Feedback das einem recht komisch wird ums Herz. Zusprüche und Danksagungen in großer Anzahl das man sich freut unter all den sich eh nicht zu Wort Meldenden, wenige zu finden die ihren Unmut und der Empörung natürlich inkognito Luft machen. Ja, ja und nochmals ja - seit 2008 ist man nun öffentlich unterwegs, mit dem was man auch so gewesen wäre und gemacht hätte. Seit Januar 2009 im World Wide Web vertreten, wovor man sich anfangs scheute - streut man nun mindestens ebenso viel, was man im Austausch dafür frei Haus bekommt. Offenheit und Transparenz scheint für manche die sichere Formel für den Tod zu sein, lebt man es einfach aus spürt man die Reibung und die Unbeholfenheit derer, die einen skeptisch beobachten und den Sinn in der schnöden Existenz von Eigenheit, gelebter Art und Weise nicht sehen. Es lebt jene Einzigartigkeit vielleicht auch mit ihrer Eigenartigkeit, vor der man sich allzu oft fürchtet, sie atmet und beginnt zu fliegen mit dem Augenblick, an dem man jeden daran teilhaben lässt. Für sich selbst wird mit dieser Erfahrung alles breiter, tiefer und höher - ja intensiver als es je vorher war. Man spürt wahrhaftig am Leben zu sein und nicht den Umstandslügen verfangen, sich vor der eigenen Wahrheit schützend selbst zu hintergehen. 

 

Natürlich bringt das alles nichts wenn man gesundheitlich gebeutelt immer schwächer wird. Um zu ernten was man säte muss man die Errungenschaften auch in nutzbare Manifeste bringen um hernach im erneuten sähen gerüstet zu sein. Wahrlich, ich mag keine Memme sein und war dies auch noch nie..., aber seit dem ich diese körperliche Einschränkungen habe mit denen ich mich explizit seit 2006 auf das intensivste auseinanderzusetzen habe, seit dem leidet mein Nervenkostüm enorm. Ein jeder Tag ein neuer Kampf und sicher ist das nichts neues und viele erliegen ähnlichem wenn nicht noch schlimmeren Umständen, doch diese verdammten Schmerzen und die zermürbende Unfähigkeit dem eigenen Verfall des Leibes entgegenwirken zu können macht schon mächtig depressiv. Doch wie es der Teufel gern zu haben scheint, selbst in dieser fast aussichtlosen Lage baut sich in einem die nächste Hürde als Brücke über einen unpassierbar reißenden Fluss. Selbstlosigkeit wird zum normalen Alltag und vor allem die Zufriedenheit mit dem was noch Bestand hat und ja, überhaupt noch möglich ist. Da werden Barrieren tatsächlich kleiner obwohl man sie nie geglaubt hätte bezwingen zu können und wenn, dann nicht in einem so erbärmlichen Zustand. Von wegen, man muss gestählt sein um den Kampf gewinnen zu können... 

Was wenn alles kein Kampf ist? Was wenn alles, so wie es sich uns darstellt lediglich eine Prüfung unserer selbst ist - in wie weit wir das verstanden haben was uns als Basis gegeben wurde um lediglich zu leben, zu überleben um dann doch wieder in unsere Bestandteile als Energieträger für andere Lebensformen zu verfallen? Ja das mag gequirlte Scheiße für viele sein was ich wohl bemerkt nicht allein von mir zu geben weis, betrachtet man den ganzen Wahnsinn unserer Existenz wirklich objektiv von oben ohne emotional behaftet zu sein, klären sich alle Dinge nacheinander und erfreulicher Weise auch immer schneller in absolute Relativität. Im begreifen weit weniger als Existent zu sein und ebenbürtig dem Nichts dennoch real ein Bestandteil des Gesamtgefüges auch aufgrund seiner Vergänglichkeit zu sein, räumt kräftig auf im schon lächerlichen Drangzwang, mit welchen man die Zeit in immer schnelleren Tempo versucht einzuholen um im Ergebnis davon keine mehr zu haben!


Es ist nicht selten weniger von dem was man glaubt, aber meistens mehr von dem was man weis…

Sonntag der 17.07.2011

14:16 Uhr

 

 

 

Eine lange Funkstille hier, im Tagebuch des Herrn Sachse und keineswegs lag der Irre Sachse die ganze Zeit im Bett und frönte dem Tiefschlaf. Hoch und runter in alter Manier schaukelte sich das Leben mit gravierenden Ereignissen durch die Zeit und hinterlies neben anhaltenden Schmerzen der  herzhaften Lachkrämpfe auch neue graue Haare. Heute nun nach langer Abstinenz ein paar Worte nur, die dem bald folgenden Einrägen voraus gehend die Vorhut sein sollen. Morgen 11°° Uhr findet auf dem Arbeitsgericht Leipzig die Güteverhandlung statt, welche über Recht oder Unrecht entscheiden soll. Hält er nun den Lohn zurecht zurück und katapultiert den Arbeitnehmer in desaströse Verhältnisse, obwohl dieser seine Arbeit getan und darüber hinaus noch ein üppiges Maß an Stunden ohne Entlohnung opferte um dem Gedeih des Unternehmens eine gute Grundlage in seinen Möglichkeiten zu schaffen? Der Arbeitgeber fläzt im Wohlgefallen seiner Selbst und zischt wie eine Schlange mit bedauernswerten Eigenheiten giftiges ins Gesicht der Jenigen, die Ihm die Hand gereicht hernach zum Opfer fielen. Die Rechtssprechung kann einmal mehr beweisen was auf diesem Planeten vertretbar oder eben scharf zu verurteilen und zu dezimieren ist. Fakt ist, das es neben der gesetzgestützten Rechtssprechung auch eine biologische Gerechtigkeit gibt, die ohne Wenn und Aber zuschlägt ohne sich anzukündigen noch sich auf Verhandlungen einlässt. Die gerechte Strafe für das Tun ereilte noch immer einen Jeden auf diesen Planeten und wieder einmal wird die Geduld mehr als nur eine Tugend sein, da sich in der Beständigkeit daraus erneut die Wertigkeit des Seins kristallisieren wird. Darum, "with a smile" .

 

Bald mehr...

Frühstück beendet, auf ins Geschehen!

Montag der 13.09.2010

19:45 Uhr

 

 

Wie ein bösartiges Medikament klingt der Name des wohl angesagtesten Buchautors der letzten Tage. Sarazzin und seine ausländerfeindlichen Thesen haben dann fast jedem Politiker die Nadel in den Arsch gerammt denn so aufgescheucht hat man diesen Haufen lange nicht erlebt. Wie auch, jeder der sich mit Thilo vor seiner Buchofferte in der Edelbar zum Kognak traf schnalzte unter dem Gelächter der überschminkten Polithühner annähernd dieselben Thesen und noch schlimmer über das Kirschbaumholz des Tresens. Und Hand aufs Herz, mit seinen treffenden Auswürfen in manchen Interviews der europäischen Gazetten traf er mitunter tief ins Bulls Eye und kitzelte manch Lachmuskel ein Mal mehr. Wirklich feindlich gegenüber unseren ausländischen Mitbürgern sind die Aussagen dann doch nicht wenn man sie näher betrachtet und in ihre Bestandteile zerlegt. Fakten stecken hinter jedem Wort zur derzeitigen Situation und gerade in der Hochburg des Narrenstaates kann man mit zwei Schritt voraus und einem zur Seite ruck zuck in der Beschreibung eines Sarazzins stehen. Völlig nachvollziehbar das einige sofort Panikmache als bestes Mittel sehen um im Angriff gleich von ihrer eigenen Gesinnung abzulenken. Mancher sieht gar ab Morgen schon wieder die Reichstagsflaggen in den Häuserfluchten wehen und an den Oberarmen ihrer schwarzen Beamtenuniformen das Hakenkreuz prangern. Die braune Riege freut sich und würde sicher gern dem Schreiberling eine Neigung suggerieren von der er selbst nichts weis...wer weis? Geschlagen von der vielen Aufmerksamkeit und dem Drängen seiner bis dahin guten Freunde, zieht er von Dannen und überlässt sein Amt in der Bundesbank dem Nächsten der sein Glück versucht. Heil Sarazzin kann man dann wohl rufen oder wäre das doch zu überzogen? Frau Merkel selbst entrückte sich den Inhalten des Buches und brüskierte sich hinter verschlossenen Türen über diesen Schmierfinken der wohl nicht ganz bei Sinnen sei. Umso eifriger machte sie sich ans Werk um hinter verschlossen Türen eiligst profitable Entschlüsse für ihr Baby Deutschland zu verabschieden. Frohen Mutes ging sie in die Verhandlungen hinein und kam recht entspannt mit dollen Botschaften wieder heraus. Tatsächlich sind die Betreiber der AKWs über sie hergefallen und haben ihr sicher bei einem gehörigen Gangbang das Bewusstsein zurecht gevögelt, wer hier im Lande die Lobby ist und wer nicht! Laufzeitverlängerung heißt jetzt Brückentechnologie und noch während sie das von ihrer Kanzel mit gewohnter Steifheit herunter predigt formen die Kritiker und Gegner die ersten Wortschwalle in ihrem verstimmten Hals. Ein Fest was da in den Rängen der politischen Ebene momentan abläuft und man könnte fast meinen das sich die Staatsbeamten an das globale Rumoren anlehnen und den urtektonischen Kräften so etwas an Stärke abzugewinnen.


Und wahrlich, schaut man sich an wo es in diesem Jahr bereits schon gewackelt hat kratzt man sich fast automatisch mit säuberlich gekürzten Fingernägeln über die runzlige Kopfhaut. Tode gab es auch schon genug und während die einen ersoffen sind, begruben glühende Steinmassen den anderen für immer und ewig unter einer bald stahlharten Schicht. Öltanker schlugen sich die Außenhaut an fossilen Korallenbänken auf und eine ganze Ölplattform flammte beeindruckend in den weiten des Meeres um mit viel globaler Aufmerksamkeit in den Tiefen zu verschwinden. Milliardenverluste klagt BP doch ungeschickt öffnete dieser Knalleffekt das Loch wo sonst lange Rüssel bares Geld aus dem Bauch der Erde sogen. Richtig viel Erdöl prustete Wochenlang in ein eh schon angekratztes Biotop und lies das was sonst in Millionen von Hitech Mobilen gelandet wäre in den Gefieder und Hautöffnungen bedrohter Tierarten und Pflanzen landen. Die wohl größte Umweltkatastrophe doch seit dem das Loch auf dem Boden des Meeres verstöpselt ist scheint sich keiner mehr um die Bedrohung von Millionen an Litern Öl zu erinnern. Es ist eine schnelllebige Zeit und da einem tagtäglich Hiobsbotschaften ins Bewusstsein gehämmert werden vergisst man all zu schnell was nun wirklich wichtig gewesen wäre. Interessant ist es doch mindestens ebenso das da die Grubenarbeiter unter Tage noch bis in die Weihnachtszeit gefangen sein werden und sich ihrer Situation bewusst ersteinmal engagiert Fußball schauen. Wenn das nichts ist und das hier in Stötteritz auch im Dezember die Prager Straße endlich fertig gestellt sein wird und somit die Umgehungsstraßen ihre alte Ruhe wieder erlangen... 

 

Mittwoch der 15.09.2010

16:30 Uhr

 

 

Als hätte man einmal gezwinkert, so kam es mir gerade eben auf der Terrasse vor, einmal gezwinkert und schon wurde aus den eben noch sprießenden Knospen wieder gelbes Laub. Bedrohlich pfeift durch die Ritzen schon wieder der kühle Wind und kündet bereits vom rasch nahenden Herbst und seinem Bruder dem Winter. Ein Schluck heißer Kaffee, ein Stück Donauwelle von der silbrig grauen Kuchengabel und trotzend des Wissens um die baldige kalte Jahreszeit heimelt es sich gemütlich wenn man es zu nehmen weis. Wieder in der Küche auf dem Barhocker von Roller sitzend, liegt vor einem die Hausaufgabe des Kommunenkindes und reißt einen in die Erinnerung. An meinen gelben Ranzen kann ich mich erinnern der aus Rind angenehm nach Leder roch. An meinem ersten Schultag stellte ich ihn am orangefarbenen Eisenzaun vom Schulhof ab und der erste schwarze Zwergpudel der angewedelt kam, hob sein Bein und strietzte dran. Prima, das geht gut los dachte ich mir damals während die größeren Schüler schallend lachten. Mit Kuhlederranzen und frischem Hundeurin ging es nach Hause und bald war dieser erste Eindruck vergessen. Hausaufgaben waren einem damals auch ein Horror und nur widerwillig, auf den letzten Drücker hat man sie noch irgendwie ins Heft gezwirbelt. Die Faselfehler die man heute dem Kommunenkind vorpredigt nicht zu machen hat man damals auch gemacht und sicher liegt darin auch die Angst eine Entwicklung könnte sich der eigenen ähneln. Nein, also mit dem Finger aufs Blatt gepocht und wie ein wilder Vogel nach Körnern pickend dem Kinde nah gebracht was man selber nicht vollbracht! Immerhin, es scheint anzukommen..., kurz.

 

Selbst noch immer im Dunkel des Informationswahnsinns irgendwo zwischen Himmel und Erde in den Seilen hängend, soll man nun pädagogisch einwandfrei einem heranwachsenden Individuum erklären wie es was, wann - wie zu machen hat. Die Vergangenheit zeigt uns ja was wir von dem mitgenommen haben,  was uns damals die sadistischen Leerer mit Schraubzwinge und Trichter eingebläut haben. Kaum was, genau - und all das was man zum tatsächlichen Leben brauchte,  lernte man ganz nebenbei. Steht man heute einem damaligen Intelligenzboliden gegenüber schwappt da nichts bis kaum was Brauchbares heraus, aus dem Hals - der damals nur Einsen produzierte und nach der Schule fließend Wasser mit goldenen Armaturen aus der Wand ließ. Wie viele von denen konnten denn ihrem Wissen auch nachhaltig etwas abgewinnen? Man kennt viele Beispiele von gestrandeten Existenzen die wohl geglaubt haben mit einem klugen Start ins Leben bedarf es keines weiteren Zuwachses an Umgang mehr. Hm, das Gegenteil sieht man in den Abgängern der 8. Klasse die fast alle Bilderbuchkarrieren gemacht haben und als Geschäftsinhaber ihr eigener Herr sind. Natürlich, von ihrer Intelligenz konnten sie niemanden überzeugen also mussten sie arbeiten und das taten sie über Jahre mit Fleiß und Mut und wir alle wissen... Was lange wärt wird gut!

 

Zu nichts von Beiden scheint man es dann geschafft zu haben denn weder hat man den Sprung ins unbedenkliche Dasein geschafft, noch sitzt man mit Grasfluppe am Alex und wartet das einem Irgendjemand nen Euro in die versiffte Hand drückt. Versagt, irgendwie doch denn beide Seiten wissen einem immer am besten zu Erklären was Scheiße ist und was nicht. Vom gelben Rindslederranzenträger zum zwischen den Welten baumelnden Verlierer? 

Quatsch...

 

Mit einem Schmunzeln beobachtet man seine Umwelt auch wenn die sich oft und mit Nachdruck auf eine Art präsentiert die nach der Übelkeit auch erfolgsgekrönten Brechreiz auslöst. In allem was man gelernt hat und was man dann im Glauben wissend zu sein dem Anderen der es noch nicht wissen kann versucht beizubringen  unterliegt man schon dem,  was man bei all des Wissensdurstes nicht für nötig gehalten hat sich anzueignen. Die Genügsamkeit mit seinen individuellen Fähigkeiten absolut legitim am leben zu sein hat Mensch noch immer nicht begriffen. Natürlich, im Gegenüber das Tierreich zu sehen welchem wir ja weit überlegen sind erklärt auf eindrucksstarker Weise das wir zwar Überlegen sind aber deswegen nicht besser am Leben. Als Sklave unser Selbst marschieren wir tagtäglich einen Gewaltmarsch durch kriegerisches Land wo längst keine Haubitzen mehr geladen werden. Das erzählen wir uns gegenseitig im Glanze unseres erlangten Wissens und rüsten weiter auf. Wenige sitzen hinter begrünten Mauern und lachen sich durch die Schießscharten ins Fäustchen,  über die Dummheit der Intelligenten die wie wild gewordene Söldner der Neuzeit, ohne Rückrad und Gewaltbereitschaft mit wie echt aussehenden Plastikgewehren Aua schreien wenn eine Farbkugel an ihnen als Treffer zerplatzt. Allesamt in tatsächliches Kriegsgebiet um wahrhaftig dem beizuwohnen was sie hier wie eine Horde unbedarfter Kinder spielen. Der allgegenwärtigen Dummheit täte der ein oder andere tödliche Treffer keinen Abbruch aber vielleicht bei denen die direkt daneben stehen und die blutige Grütze sich aus dem Gesichte wischen müssen.

Zu brachial?

Zu überzogen?

Wem kannst du noch vertrauen in diesem Land?

In diesem Leben wo selbst der bettelärmste Student am Wochenende mit Rastalocken und seiner zugekifften Theologin, mit dem nagelneuen Benz vom Papa zum Open Air ala Woodstock fährt. Wem kannst du noch vertrauen wenn dir Revoluzzer Lieder und Texte vortragen um sich dann eingeschnappt mit Alkohol die Rübe zuzuziehen weil ihnen keiner zuhört. Auf wen kannst du bauen wenn sich jene zum größten Feind mausern, die dir gerade noch im Händeschütteln treuste Ergebenheit zelebrierten?

 

Nicht einmal dir selbst kannst du vertrauen weil du dazu wissen müsstest in wie weit du dich bis jetzt selbst verarscht hast und genau so ein Wichser bist wie all die, - denen du es suggerierst! In einem Boot sitzen wir und paddeln ums jämmerliche Überleben,  um in dem Sumpf voll an Scheiße die wir tagtäglich produzieren nicht zu verrecken. Jedes Mittel ist uns Recht um uns selbst der Lüge nicht überführen zu müssen und da schlagen wir auch gern einen Schädel ein. Die abartigsten Dinge sind Menschen fähig zu tun wenn sie meinen sie müssten dies Tun um etwas abzuwenden oder bekommen zu können. Um etwas bekommen zu können morden die kleinsten Banausen auf die grausigste Art und Weise um letztendlich ne Schachtel Kippen davon kaufen zu können was sie dem Rentner vom Gehbanktisch klauten nachdem sie ihm alle Knochen brachen und so lange getreten haben und gesprungen sind bis sich der 90 jährige nicht mehr bewegte.

Kranke Manschen sind das?

Das lieber Leser steckt in uns allen und nur unsere Feigheit ganz wir selbst zu sein hält uns davon ab. Das ist der Vorteil gegenüber einem Tier... Wir haben uns aus Angst vor Konfrontation und Versagen im Griff...das ist alles!

Ist es das?

 

Ein Gehirn auf welches wir stolz sind doch wozu ist es im Stande? Gehen wir doch mal vor unsere eigene Tür und beginnen da zu kehren wo wir das Resultat unserer Anstrengung auch gleich nachvollziehen, -sehen können. Was können wir im Gegensatz zu Jenen, von Denen wir glauben dass sie nichts können? Wohin haben wir uns selbst gebracht und wie oft für dieses jämmerliche Ergebnis,  von welchem wir mit all den anderen Milliarden Menschen glauben es sei einmalig, - zum Sklaven gemacht? Erinnere ich mich an die Lobeshymnen auf ein folgendes schönes Leben durch Fleiß und errungenen Wissen meiner damaligen Schulzeit spucke ich auf die Menschen die mir das vollen ernstes vorgelogen haben.

 

Und sie wissen nicht was sie tun...

Hm, Leben und leben lassen propagandiert man in den Tag hinein. In solchen Momenten sollte man an der Reißleine ziehen um wieder sicher zu landen!

 

Abendbrot,

Sandmann und ins Bett!

Freitag den 17.09.2010

12°° Uhr

 

 

Wenn die Waschmaschine beginnt zu schleudern hat man immer Bedenken in den Wänden könnten sich Risse bilden. In anderen Ländern bebt die Erde aufgrund sich verschiebender Erdplatten, hier scheint irgendwie die Unwucht nicht mehr ganz zu stimmen und so schlägt mit jedem Schleudervorgang die Wäschetrommel bei 600 Umdrehungen pro Minute gegen den Blechmantel des Waschwunders. Keine Frage, eine neue Maschine würde das Problem lösen aber einen Monteur zu bestellen wäre schon mit an und Abfahrtspauschale die Pumpe einer neuen Maschine. Letztendlich würde der Monteur sagen er müsste das Gerät mitnehmen und ruft zurück... Alles klar, der Wert des ganzen hätte einem eine Edelwaschmaschine beschert und so Krawautzt dieses Ungetüm in der Küche bis es mächtig kracht und nix mehr geht!  Irre ist schon wie lange so ein technisches Helferlein zu dienen in der Lage ist ohne nennenswerte Ausfälle zu verzeichnen. Gar nicht mehr nachvollziehbar das man vor nicht all zu langer Zeit noch von der Waschmaschine die Wäsche in die Schleuder hiefte un dann, nachdem man den Bügel auf den Deckel schob die Zitterpartie begann. Entweder man stützte sich mit den Armen und seinem ganzen Gewicht oder man setzte sich gleich darauf und lies sich als Bonus zum Waschtag die Pomuskulatur straffen. Tatsächlich bezahlt man heute für weit weniger effektivere Geräte eine Menge schwer erarbeitetes Geld und verplempert obendrein noch wichtige Zeit von der man eh kaum noch welche hat. Wie Stein lag dann nach fertigem Schleudergang die handtrockene Wäsche an die Wand gedrückt im Schleuderungetüm und nach kräftigem Schütteln ab damit in den Wäschekorb und runter auf den Hof zum Aufhängen. Wo in der Stadt hängt man heute noch Wäsche raus, im Zeitalter der Wäschetrockner und Ständer für Zimmer und Balkon! Auch ein Punkt der die Kommunikation untereinander stark reduzierte denn während des Aufhängens schwatzte man oft nebenbei mit dem Nachbarn oder halt Leutchens aus der Nachbarschaft. Noch weiter zurück stand man in der Waschküche am Waschbrett und dem großen Kochkessel...unvorstellbar und wenn man dann noch einen größeren Sprung macht findet man sich am Fluss wieder und schlägt, walgt die Wäsche auf einem dazu auserkorenen Stein. Was ist da schon eine defekte Aufhängung der Waschtrommel und der damit einhergehende Lärm? Nichts, ganau!

 

Letztendlich kann man wieder einen Faden spinnen von der nicht mehr funktionierenden Unwucht der Waschmaschine zum nicht mehr ganz rund laufenden Gesamtzustand des Alltags. Da wird man vom Gezerre und Geschiebe, vom Zuschieben des schwarzen Peters und Raub der löblichen Inhalte für niedere Zwecke ganz Meschugge und weis manchmal gar nicht mehr was das alles noch soll?

Das hier permanent gelogen wird und das bis in die höchsten Ebenen ist allgegenwärtig und schon zur Normalität geworden. Das ist schlimm und ja, das ist wirklich schlimm... Wie dem auch immer sei, draußen reizt Aprilwetter mitten im September und schiebt im Drängen daran teil zu haben all den nervenden Mist beiseite. Hinaus und zu Muttern ein Besuch abstatten, sich holen was man nötigst braucht...

Sonntag der 19.09.2010

13°° Uhr

 

 

 

Ein ödes Wochenende ist mal wieder vorbei und schon sitzt man zum Sonntag leicht frustriert bereits wieder in den Starlöchern um ins wöchentliche Geschehen zu toben. Eine SMS erreichte mich vom hohen Norden, da saß jemand mit Blick auf den Hafen und wohnte dem stürmischen Treiben bei. Wolken die zerfetzt weitertreiben und Möwen die sich spielerisch von den Böen auf und ab tragen lassen. Die Küste, das Meer und die Entfernung vom heimischen Städtchen besticht wehmütig das Gemüt und so gierte man bei allem Inhalt den diese Nachricht überbrachte mit größtem Wunsch nach diesem Blick und dem Gefühl ebenso da zu sitzen und das Schauspiel betrachten zu können. Hier scheint stattdessen die Sonne, wie langweilig. Es ist so ein richtiger Vorherbstsonntag an dem die Sonne lacht und sicherlich manch Imbiss und Cafeteriabesitzer ordentlichen Umsatz macht. Man schlürft über die bekannten Wege der Ausflugsziele und warum auch nicht?! So ein Zusammensein hat etwas für sich denn wie man unschwer erkennen kann, sitzt man ohne dieses Geschenk allein in der Bude und sinniert über das wie und wenn und das oder eben nicht. Der Herbst ist nach dem Frühling wahrlich die schönste Jahreszeit da die Lichtverhältnisse gigantisch sind. Die sich am Himmel quellenden Bilder beeindrucken mit einer Rasanz die dazu animiert mit zu fliegen. Tausende Farben präsentieren sich im absterbenden Buschwerk und dem Laub der Bäume und an den Seen weht ein kühler, sauberer Wind. Nichts kann man mit dem Moment vergleichen als dick angezogen sich in einen Wind des Sturmes mit ausgebreiteten Armen zu lehnen und laut zu schreien. So laut zu schreien wie man es kaum noch kann da man sich sonst all zu oft in der Euphorie selbst verbieten muss um nicht unangenehm Eigen zu sein. Fein wird das im tiefen Herbst, wenn das Laub unter den Füßen raschelt und man hindurch schlürft durch ein Meer von Farbklecksen. Herrlich wird es wenn man nach einem kurzen Trip im Freien durchgefroren nach hause kommt und sich einen heißen Tee einverleibt. Abends sitzt man am Kamin oder auch am Plattenheizkörper und starrt hinaus um dem Wiegen der Bäume zuzuschauen. Wenn sich Raben durch die aufgewühlte Luft kämpfen um ihren Schlafplatz auf einen der vielen Bäume etwas außerhalb der Stadt zu beziehen. Dann, der Geruch des nahenden Winters und irgendwann im nächtlichen Laternenlicht der Straßenzüge flittert wieder weißer Staub und überzieht alles mit einer sauberen Schicht. Alles scheint neu, so anders und rein...

 

Noch ist September und man würde sich schon freuen wenn es noch ein paar warme, sonnige Tage mehr gäbe an denen das Thermometer eben doch mehr Temperatur anzeigt als heutige 16° C. Ein 9 Kräutertee wird jetzt gleich dampfend auf dem Tisch vor der Couch stehen und zu knusprigen Gebäck den Gaumen entzücken, bevor der Run einer neuen Woche mit Pauken und Trompeten bereits zum Sonntagnachmittag beginnt...   

Montag der 20.09.2010

15°° Uhr

 

 

Die USA plant und das lässt sie mit lauten Trompeten von den Mauern ihrer uneinnehmbaren Burg trompeten. Das alsbald der Hälfte aller Menschen dieses Planeten die Möglichkeit eingeräumt werden soll, Zugriff auf das World Wide Web zu haben. Ob der Hirte in der Mongolei oder der verhungernde Afrikaner im Runddorf. Sie sollen die Möglichkeit haben informiert zu sein, über das Geschehen auf dieser Erde. Mit der Globalisierung müsse es eine Selbstverständlichkeit für viele Menschen sein können, gleichberechtigt das Internet zu nutzen. Bei der Schnelligkeit auf sich folgender Ereignisse die noch immer in der Lage sind die vorhergehenden in den Schatten zu stellen ist es fraglich, ob es tatsächlich eine Bereicherung ist davon zu wissen. Besser wäre, wenn man von den Eklats dieser Welt durch das Internet noch vorher wissen würde um so vielleicht massiv dem entgegenwirken zu können, was hernach nicht mehr abzuändern ist. Nun wird der schwarze Jäger und Sammler bei einer Jagdpause im Busch oder in der Savanne sitzen und in der Lage sein, sich im Internet die neusten Wetterdaten der kommenden Tage anzuschauen um danach seine Pfeil und Bogen sowie Lanzenstrategie auszurichten oder vielleicht auch angepasst der westlichen Welten schmachtend, das schlagende Metall der BMW Werbung hören. Derweil wird im Dorf unter lauten Schrilltönen die Weiberei bei Jamies Kochwelten ein neues Rezept für die hoffentlich erlegte Beute suchen und ganz nebenbei die neusten Modetrends abrufen... In tiefster Mongolei wird der Hirte in seinem Zelt sitzen und sich die neusten Wrestlingkämpfe anschauen, während er auf einem getrocknetem Stück Ziegenfleisch kaut und seine Frau fast schon apathisch im großen Kessel die vergorenen Ziegenmilch rührt. Irgendwann wird sie ihm sicher zu zischen dass man die Milch und das Fell vielleicht selbst an den Mann bringen könnte, durch die neuen Möglichkeiten und wieder werden Jahre vergehen bis der kleinwüchsige Hirt das für sich als lohnend begreift.

Während all des weltweiten Treibens wird auch hier in Deutschland manch Rechner heiß laufen und jede vierte, allein erziehende Mama nach den Traumblasen ihrer Wünsche im Internet schauen. Virtuell grenzenlos zu sein reizt ungemein doch auch die Gefahr sich in den Weiten zu  verirren ist immens. Bei aller Funktionalität des schnellen Datenaustausches bleibt die unvoreingenommene Eigenheit dabei auf der Strecke. Grenzenlos zu sein bedeutet auch mit den versteckten Gefahren hinter dem Bekannten in Berührung zu kommen. Schlimmer als jede Mücke die wir im realen Leben durch die Globalisierung aus tropischen Ländern mit einfliegen, sind die Suchtpotentiale eines virtuellen Lebens. Seuchen und den Völkern bis dahin unbekannte Krankheiten werden sicher Millionen von Menschen dahin raffen doch der Tod über Satellit wandert um ein Vielfaches schneller. In den Chaträumen der Welt gefangen zu sein und immer mehr zu einer gut informierten Gesellschaft zu werden mag in mancherlei Hinsicht positiv erscheinen. Das aber immer weniger ein plastisches Verständnis für das haben was sie da eigentlich Wissen vergisst man dabei. Schnelle Informationen decken die Möglichkeit ab im Fluss der sich  rasch verschmelzenden Grenzen, wachsenden Intelligenz keinen Abbruch zu erleiden doch mit der Realität konfrontiert erweisen sich die virtuell visuellen Bereicherungen zu einem vernichtend großen Teil als nicht praktikabel. Hätte eine wachsende Intelligenz bereits schon mit den herkömmlichen Mitteln weit vor dem Internet nachhaltig für Verbesserungen des menschlichen Verständnisses gesorgt, hätte Mensch sich in seinem tatsächlichen Gehalt nicht zurück entwickelt was man in der globalen Rate an Glücklosigkeit bereits jetzt unschwer erkennen und in seinem tatsächlichen Ausmaß nur schwer erahnen kann.  Wachstum an Wissen fördert somit nicht eine Verbesserung des Lebensstandart sondern trägt nachweislich zu dessen Verschlechterung bei. Die menschlich mentalen Verluste graben tiefere Täler als man sie mit noch so modernen Brücken überspannen könnte. Bei allem Zuwachs und pompösen Neuerungen sind wir uns der  Nachhaltigkeit von Weitsicht, trotzend des Wissens der Wichtigkeit darum nicht im Klaren. Nun stellt im Vergleich das Internet zur herkömmlichen Wissensbeschaffung ein Quantensprung in Menge und Schnelligkeit dar. Die geschichtliche Entwicklung betrachtet,  erlangte die Menschheit somit zwar auch immer schneller mehr Wissen und auch mehr Wissen über das Wissen doch konnte sie im Zuge damit recht schlecht umgehen, wie man an der zweifelhaften Umsetzung der Erkenntnisse deutlich sehen kann. Das die Entwicklung der Erde im Vergleich zum planetaren Gefüge noch recht jung ist, erübrigt sich für unser Verständnis was Zeit bedeutet. Rasch entwickelte sich aus Einzellern ein Wesen nach dem Anderen und unter all diesen erschuf sich das menschliche Individuum. Was Dieses aufgrund seines wachsenden Wissens in der kurzen erdgeschichtlichen Phase seines Daseins in der Lage war zu verändern und dadurch für immer auszulöschen, stellt unwillkürlich die Frage nach der Basis unseres Glaubens in der Intelligenz positives zu erkennen.

Der Witz des Ganzen war schon immer, das man nur unter Benutzen des Neuen alte Formen wieder herstellen kann. Nicht selten waren diese funktioneller und menschlich vertretbarer. Ein Kreislauf, der unsere Überlegenheit ohne zerstörerische Glanzleistungen wieder herstellen könnte und nachhaltig für eine Erholung des globalen Gefüges sorgen würde.


Irgendwo im Netz wird es dafür eine Anleitung geben...

Dienstag der 21.09.2010

12:30 Uhr

 

 

 

Mitten in der Nacht bereits zu frühstücken ist auf Dauer sicher nicht gesund aber s nützt manchmal nix. Die Ketten des Staates drängen zur Aktivität um sich seinen Aufenthalt in diesem Lande auch zu verdienen. Unter allen Nachrichtentickern fiel mir dann gerade ein,  das es komisch sein muss für den deutschen Bürger mit skeptischen Gedanken und neofaschistischen Zügen, wenn die Migranten irgendwann besser über die Geschichte der BRD bescheid wissen als die Deutschen selbst. Mit den gesetzlichen Daumenschrauben für Einwanderer aller Herren Länder verschärft sich die Forderung nach einem höheren Wissenspotential. Nicht nur der Sprache soll man mächtig sein sondern auch über die strukturellen Eigenheiten bescheid wissen um so als baldiger Wahlberechtigter in diesem Land auch mit den nötigen Grundverständnis ausgestattet zu sein. Da wird sich der Schnürstiefelträger mit weißen Senkeln in naher Zukunft putzen können, wenn ein zum Arbeiten williger Afrikaner innerhalb kürzester Zeit über seine Religion, sein Land und das des deutsches Volkes zu deklinieren weis. Dumpfe Parolen reichen in diesem Fall zum Glück nicht aus, um das sicher geistig träge Volk vom Bahnhof der momentan regierenden Parteien abzuholen. Der Sarazzin wird viel zu sehr in die Ecke derer gestellt, die wahrscheinlich verwandte Gedanken in blinder Gewalt zum Ausdruck bringen. Bekundet man im Wort seine eigenen Erkenntnisse sind diese inhaltlich diskutierbar ohne dem Bedenken eines möglichen Gewaltübergriffes seitens des sich Offenbarenden zu unterliegen. Na gut, man weis es nicht...

Wie viel weis der Deutsche über sein Land und ganz speziell gefragt, wie viel weis der  deutsche Rechtsgesinnte über die Geschichte seines geliebten Vaterlandes und ist er sich eigentlich sicher..., -gerade der Jungnazi ob in seinem Blut nicht anteilig das eines Menschen mit anderer Abstammung fließt? Bei einem wachsenden Prozentsatz allein erziehender Mütter weis man oft nicht wer denn nun der Vater ist in der Vielzahl an Möglichkeiten. Die Zeiten sind moderner geworden und alte Ansichten sowie Umgangsformen haben sich radikal geändert. Heute ist sich eine junge Frau oft nicht für ein schnelles, sexuelles Abenteuer zu schade und hält das Ziel jungdynamischen Brunftbullen bereitwillig vor das zum Gehirn mutierte Geschlechtsteil des männlich geborenen. Quer Beet und jeder mit Jedem, wenn möglich dreimal am Tag und richtig versaut träumen die gerade noch unter den abheilenden Blasen drückender Kinderschuhe leidenden jungpupertären Gnome. Dickes Auto, coole Klamotten und Weiber ficken schwappt es durch die Windungen der wohl meisten deutschen Hoffnungen für ein deutsches sowie europäisches Gesamtwunder. Nur zu sagt man sich da immer wieder, auch wenn man die plumpe Lebens –und Denkart kaum ertragen kann.

 

Da darf man gespannt sein wo sich die Intelligenz behaupten wird. Natürlich sieht man am plastischsten Beispiel unser Dönerbuden wie schnell sich etwas etablieren kann wenn man den Willen dazu hat und das nötige Wissen über seine Zielgruppe. Millionen setzen diese Buden um und recht so, das sollen sie auch! Noch viel mehr sollen sie am Hunger des Deutschen verdienen, denn diese verheizen ihren lieben Dönermann sofort wenn es um das Eingemachte geht. Sie, die fleißigen Osmanen und Asiaten zeigen bestens was es bedeutet in ein fremdes Land zu kommen und sich in Diesem trotzend einer völlig anderen Mentalität und Sprache bombensicher zu etablieren. Genauer hin schauen sollte da ein geeintes Europa, aber nicht um daraus seinen finanziellen Profit zu ziehen, sondern für sich einiges abzuschauen und klar zu verdeutlichen.

In unserem Lande klagt man über zu wenig Fachpersonal und Spezialisten auf wichtigen so dringend benötigten Gebieten. Da wird überlegt aus dem Ausland Personal kommen zu lassen, die tatsächlich diese Jobs ausüben sollen die aufgrund eines politischen Sozialdesasters  das eigene Volk nicht ausüben kann. Eine wachsende Ignoranz und völlig deformierte Auffassungsgabe prägt immer mehr die Entwicklung eines akkuraten Landes und dessen einst so akribisch genauen sowie fleißigen Volkes. Natürlich, vorgelebt durch die immer flacher werdenden Polemiker in den Stuben des Bundestages springt da auch kein Funke mehr über. Ein junger Mann wächst mit Postern von nackten Sternchen und denen eines dicken Flitzers an der Wand heran. Man kann auf dem Poster der Edelkarre einen Schwarzen sehen der mit dicken Goldketten und Pelzmantel im Sonnenschein cool Zwinkert und dabei „Zeige und kleinen Popelfinger“ als Gruß von der sonst geballten Faust  abspreizt. Rap läuft im fast unverständlichem Englisch mit dröhnenden Bass im blau blinkenden Gettoblaster und alles was man ansatzweise verstehen kann handelt von Party im Scheiß leben und das er fickt weil es spaß macht. Im Nachbareingang des Plattenbaus sitzt quasi Wand an Wand Shannon inmitten bereits abgewetzter High heels. Sie starrt mit wilder Discomucke im Ohr ebenfalls auf den Waschbrettbauch eines ausländischen Superstars und trocknet den frischen Glitzerlack ihrer Fingernagelverlängerungen. Beide stehen als Beispiel für eine nachrückende Generation die einen dunklen Schatten auf die Wenigen wirft die im Ansatz noch verstanden haben dass von Nichts -nichts kommt! Die Perspektiven werden vordefiniert und als mediales Handbuch in verführerischen Drohnen verpackt. Noch bevor sie das erste Mal über die Realitäten des eigenen Lebens stürzten, sind sie alle bereits entjungfert und wissen genau um was es geht. Kohle und Aussehen um der Spaßkultur gerecht werden zu können. Koste es was es wolle auch wenn man noch nicht weis woher das kommen soll...

Der langweilige ureigene Drang überleben zu wollen wurde abgehalftert und ins Gezäum wurde der Bestand des Lebens genommen ohne von dessen Eckpfeilern und Basen zu wissen... Ernten noch bevor die Saat gestreut wurde kommt sinngemäß dem Verständnis heutiger Propaganda gleich und wie man sieht funktioniert es noch. Die Ergebnisse unseres Wahnes werden wir nicht erleben und somit kann man getrost die Tassen heben und im Zuprosten lachend rufen, nach mir die Sintflut.


Sklong und Schwapp...

Montag der 27.09.2010

20:30 Uhr

 

Im Eifer seines Geschäftssinns vergisst in aller Beharrlichkeit früher oder später noch jeder Unternehmer, sich mit derselben Akribie  auch um seinen Intellekt zu kümmern. Im  Dunst seiner Möglichkeiten umgibt er sich mit materiellen Prestigeobjekten und vereinsamt mit der Nobelkarosse und Hosen von Armani, in seinem alltäglichen Zwang dem auch gerecht zu werden und vor allem bleiben zu können! Einmal Blut geleckt am finanziellen Zauber umringt er sich mehr und mehr mit genau dem Volk, welchem er unter bemittelte Fähigkeiten suggeriert und flacht geistig kulturell immens ab. Menschen die ihm sein Säckchen tagtäglich füllen ohne selbst auch nur im Ansatz annähernden Anspruch auf Etikette zu haben besitzen oft bereits im Ansatz mehr Charakter und Langatmigkeit wenn es um die Verwirklichungen ihrer Individualität geht. Dennoch kann sich offensichtlicher ein Arbeitnehmer nicht als Idiot deklarieren, als im Falle seiner Bereitschaft für das Gedeihen seiner Arbeit und somit dem Leben seines Sklavenhalters, in dem er für ihn auf Dumpingbasis Gewinne einfährt. In der Verschmelzung beider Parteien, in der beidseitigen Abhängigkeit voneinander zum dennoch einseitigen Profit gewinnt der Arbeiter mental und nachhaltig außer dem leidigen Geld mit welchem sich der "Geber" begnügt, ständig hinzu. Abgesehen vom Lohn, der wenn auch spärlich sein Leben ermöglicht, bekommt er –der Arbeiter die Gegensätzlichkeit von seiner Natur gegenüber seines Chefs und Arbeitgebers  vormultipliziert. Ist er wachsam, lernt er vom Tun und setzt es für sich selbst um wird er stärker sein als je zuvor. Der Lakai ist nicht selten mehr als nur das Rückrad der Firma in der er arbeitet. Oft ist er über die Jahre zum Fundament geworden und bildet die Eckpfeiler des Unternehmens. Die Stumpfsinnigkeit im Glauben bereits viel erreicht zu haben höhlt den Unternehmer aus und macht ihn zu einer schlimmeren Marionette als das dies am Anfang seine Mitarbeiter für ihn waren. Noch lange bevor der Galan es bemerkt, überrennt ihn der Sklave mit den Waffen, die er ihnen Stück für Stück in seinem überschwänglichen Rausch servierte. Von allen Sklaven die ein Unternehmer noch immer um sich zu scharen versteht, wird er selbst zum Schluss als der Größte übrig bleiben und mit seinem Unternehmen einsam sterben. Leben und leben lassen ist unter dem Strich mehr als nur Arbeit zu geben und davon am meisten zu profitieren. Im Sturm der Zeit, die mit Einsparungen und besserer Effizienz wirbt –geizt der Unternehmer mit wachsamem Auge auf den Inhalt seines Geschäftes, mit der Fundamentalität eines jeden einzelnen seiner Schützlinge. Ganz im Sog des staatlichen Kalküls und vorgelebter Art und Weise spielt er seine Existenz in Form der Mitarbeiter gegeneinander aus um so ausloten zu können wer wohl der Dümmste sei. Mit Dummen umgibt man sich nicht in der Öffentlichkeit, zum devoten Arbeitnehmer taugen sie dennoch allemal und kommt es hart auf hart hat man schnell Ersatz. Betrachtet man die wirtschaftliche Entwicklung und sprengt ihre Struktur in kleinste Bestandteile liegt schneller als man glaubt ein verblüffendes Ergebnis plakativ zum Verständnis aller bereit. Die rasche Entwicklung und Modernisierung des unternehmerischen Denkens und Umsetzens der freien Marktwirtschaft fördert ohne Zweifel eine chaotisch verwirrte Mentalität ans Licht, die sich nur darauf versteht in der Rasanz ebenso schnelllebige Unternehmensstrukturen zu schaffen. Im verstreichen der Jahre gewöhnt sich auch das wirtschaftliche Exposium an die Abflachung einer strukturellen Basis und verliert sich in der Kurzatmigkeit explodierender Geschäftsideen. Nachhaltig und auf Ewig wird weder geplant noch agiert und somit zerstören sich Geflechte einer produktiven Infrastruktur schneller als sich die Distanz an Gewinnfähigkeit dem Läufer der Zeit präsentieren kann.

Abschöpfen des Bestehenden nennt man das wohl treffend und im Überschwang sich selbst den Ursprung, auch seiner selbst nicht antun zu müssen, verurteilt man sich ohne richterlichen Spruch zur ärmsten Sau die irgend geht. In einem Land, in einer Welt die nach immer höheren Zielen in noch kürzeren Zeiträumen strebt –ist der geistige Gehalt, auf den sich die Menschheit voller Stolz beruft wenn es um den Unterschied und die Überlegenheit zur Kreatur geht im Glauben ständig mehr davon zu erlangen, immer mehr verloren gegangen. Am Ende wird es ums nackte Überleben gehen und Hand aufs Herz lieber Leser, wer wird in der Lage sein diesen Kampf zu bestehen?! Ein versnobter Ignorant seiner menschlichen Wurzeln, der sich nicht darüber im Klaren ist das ein König auch wirklich nur dann ein König ist wenn er das Land mit den Menschen dazu a hat und b auch führen kann? Mit dem Flachreifen auf der 19 Zoll Felge über den Asphalt zu hecheln, dazu ist mit etwas Fleiß jeder in der Lage der nur ein annähernd funktionierendes Hirn hat. Von weiten diesem Spuk betrachtend beizuwohnen ohne dabei den Drang des „auch haben Wollens“ zu spüren bedarf eines weitaus fähigeren Geistes. Im ständigen Drang des Erreichens von bereits vordefinierten, materiellen Grotesken überholt man sich permanent selbst und landet mit all den fragwürdigen Strebern im selben Schublädchen eines durchaus mit viel mannigfaltigeren Möglichkeiten aufwartenden Apothekerschrankes. Im noch so großen Streben nach gesteckten Zielen sollte dann auch immer die Erkenntnis über die Fragwürdigkeit einer pulsierenden Manie anwesend sein. Alles was sich aus einem Wunsch heraus zur Manie entwickelt erstickt im Eintreten den Ursprung aller Möglichkeiten.

 

Nur ein mental gestärkter Unternehmer mit den Wurzeln im Boden seines Entstehens, wird zu nachhaltigen Taten für alle Beteiligten fähig sein!  Leben und leben lassen ist ein unternehmerischer Spruch aus den illegal bestens funktionierenden Strukturen einer wirtschaftlichen Großmacht. Gesetze sind nur Definitionen einer sterbenden Kultur, die damit versucht ihre Defizite umgänglich zu machen!

Donnerstag der 30.09.2010

22:30 Uhr

 

 

 

! BITTE FOLGEN !

Das man dieses LED Schild blinkender Weise gesehen hat ist schon ein paar Tage her, aber man soll den Teufel nicht an die Wand malen... Vorsicht ist geboten, denn schon weit vor dem Jesuswahn riet man davon ab, das Abbild des Teufels und seine Zeichen auf die Wand zu malen. Es gälte als sicherer Fakt das er einem tatsächlich erscheine und so überlieferte sich dieser Spruch bis in die heutigen Tage. Was in der Lehre äußerst geschäftstüchtiger Kapitalisten mit Draht zum Reich über den Wolken als Satan deklariert wurde, erfreute sich in Person noch vor der Geburt eines Glaubens an unseren aller Vater als Gottheit über Sterbliches. Letzter "Teufel",  in an die Wand gemalter Form fand sich im Bunker des Führerhauptquartiers. Wo ist die Verbindung? Hitler ein Teufel oder gar vom Satan aufgesucht und besessen? Gar von ihm eingenommen der Satan mit Leib und Seele selbst? Quatsch...

Adolf war alles andere als teuflisch, noch war er besessen aber dafür äußerst sterblich, auch wenn einige Deppen den Wahnsinn nicht vorzeitig in Attentaten zu beenden wussten und er als un tötbar gehandelt wurde. Er glaubte an eine Welt die ihm das breite Volk  so ermöglichte, in dem sie dem Wahn verfallen alles taten was das Reich diktierte. Ausnahmen gab es keine, radikal und mit höchster Gewalt wurde brutal umgesetzt was nicht nur im Hirn eines hageren Adolf köchelte. Die Arme rissen dann wohl nicht nur die Offiziere und freiwilligen Soldaten unter dem Krachen der Hacken nach oben, um lautstark dem Heil des Führers zu geloben. Millionen salutierten und grüßten mit, ohne sich des Ausmaßes ihres leichtfertigen Wunsches auf ewiges Heil bewusst zu sein. Man kennt die Geschichte und dreimal auf das Holz geklopft was noch vor kurzen im Regenwald stand, das so etwas nicht noch einmal funktionieren kann. Deutsches Volk scheint sich gern für den Rausch zu entscheiden ohne dabei wirklich vom Ziel des Ganzen in Kenntnis zu sein. Die Wende nennt man es heute was mit Parolen und Tränen errungen wurde und mit geschwollener Brust badet man im Saft des Sieges was damals ebenso begann und nur zum globalen Irrsinn wurde.  Maßgeblich Anteil haben wir daran wenn es dazu wiederholt kommen sollte denn unter Millionen von Menschen leben Einige, die das sicher verfälscht umzusetzen versuchen, was wiederum Viele durchaus tagtäglich denken. Faschist ist nur eine Bezeichnung der damaligen Herrschaft, die vernichtenden Gedanken gab es auch davor schon weit verbreitet und bis zum heutigen Tage sind sie das Fundament der gesamten Menschheit. Bei allem Mutlikulti und  "wir mögen uns alle" Zauber. In einem jeden von uns steckt ganz tief in den Genen versteckt das urwüchsige Tier. Wir alle sind in der Lage vom streichelfähigen Schmusekätzchen zum alles tötenden Monster zu werden und nur die Feigheit hält uns oft von gröberen Schandtaten ab. Als Massen von Menschen über die Staatsgrenzen hinaus unter dem Symbol des Hakenkreuzes auf das eifrigste nach dem zackigen Parolen eines an sich selbst scheiternden Fanatikers gierten, funktionierte mit brachialen Mitteln das -Was heute viel einfacher umzusetzen geht. Nicht über die Landesgrenzen hinaus jubeln die Menschen den verkappten "Führern" unserer heutigen Epoche zu, doch innerhalb der Landesgrenzen bedarf es nicht einmal der Gewalt um das Volk in eine Richtung zu trimmen die es selbst immer weniger will noch leben kann. Eine Flamme des Protestes züngelt wie als würde es zum plastischen Beispiel, - zu was Volk fähig ist, kaum spürbar vor einer Baustelle im ehemaligen Westteil des einst von Stacheldraht getrennten Landes. Eine Flamme die sich selbst zu schüren vermag und immer prächtiger lodert für eine Sache die längst verloren scheint. Eben, sie scheint nur verloren...

 

Mit der nötigen Anerkenntnis des bemerkenswerten Engagements der Demonstranten die da gegen die Verschleuderung von Steuergeldern für ein fragwürdiges Bauprojekt johlen, stellt sich die Frage warum zu weit wichtigeren  Problematiken sich Landesweit kein Mensch dazu erkoren fühlt,  in wiedervereinter Stärke die Schuhe zu schnüren und lauthals kund zu tun was längst fällig wäre. In kleinen Gruppierungen sind es dann doch wieder nur die Radikalen Staatsfeinde die alles scheißen finden und auf nichts Bock haben, die rechts gesinnten Hitlerkinder auf der anderen Seite, die für ihr Gedankengut eindrucksvoll zu demonstrieren wissen. Eine kaum bemerkenswerte Minderheit stellen diese zänkischen Spätpupertären dar und  alle samt in einem Sack fiele es uns allen nicht schwer sie zu vermissen. In der Mast des materiellen Zugzwanges schreckt der tapfere Deutsche weit mehr vor dem Mut zur eigenen Meinung, die Er sich vor dem Fall des eisernen Vorhangs wünschte -als sie jetzt mit all den Anderen umzusetzen in der "neuen Freiheit". Die Fesseln können fester und enger nicht sein, die Grenzen nicht höher und dicker als die Mauern und Zäune die damals heute so nah liegende Ziele verschlossen. Heute steht der freie Bürger mit allen Möglichkeiten im Auge, am dem ihm zugewiesenen Platz und glaubt Teil des europäischen Wunders zu sein. Nur eine Frage der Zeit könnte man hochnäsig Unken doch tatsächlich verbirgt sich im Gehetze Wahrheit. Wer noch nicht am unteren Ende des rasant wachsenden Loches angekommen ist, im dicken Brei des Abfalls heutigen Politgebarens steht - wird sicher bereits am Abhang mit allen Mitteln nach Halt suchend paddeln um nicht schneller als nötig dem Volke in den hungrigen Schlund zu rutschen. Ozonloch und Klimawandel sind keine Bedrohung die greifbar vernichtender wären als das, was wir uns selbst untereinander anzutun vermögen. Natürlich ist Merkel steif und äußerst fragwürdig doch wie steht es um den Rest des Zirkus? Guido hat bei weiten nicht mehr den Biss, den er noch vor seinem gigantischen Sprung in die Führungsriege besaß. Jetzt wo doch schon alles erreicht ist als schwuler Politiker in einem weltoffenen Land trotz biederen Charakters, kann man auch auf dem Zenit seiner Laufbahn heiraten, egal was man bis dahin ablieferte und Millionen an Erben damit zumutet. Nein, es ist völlig egal ob Westerwelle, Wowereit oder sonst wer nun schwul ist, Sarazzin im Puff eine Emigrantin vögelt und Käpt`n Ahab alias Schäuble nach seinem Dienst in Amt und Würden wieder das Laufen erlernt... In einer rasanten Geschwindigkeit bewegen wir uns immer nachhaltiger von unseren Grundzielen fort und tauschen diese mit kurzlebigen Strohfeuern.

 

" Brenne soll end Lechterloh,

   vergahn in Gluten Herde -

   soll’s seschs winde un ahch schrahn,

   sahts im Ohre ahch dar Blende "

   Pcl

 

Nach mir die Sintflut sagt sich Mancher... Naja, wenn man sich mal die akribischen Versuche der Kommunen und Länder vor Augen führt, die sich vor den drohenden Wassermassen zu schützen versuchen und dann in die Länder schaut wo man meint das kein Tropfen jemals den staubigen Boden in Schlamm verwandelt,  kann man sich der Gewissheit nicht mehr sicher sein, -trockenen Fußes bis ans Ziel seines Strebens zu gelangen. Zumindest hebt sich das Gemüt bei allem geschichtlichen / globalen Wahnsinn, -manchmal dann eben doch in einem völlig überwachten Staat unbehelligt von a nach b fahren zu können. ? Das Leben ist konfus und schreibt sich seine Geschichte selbst. Wir, die Menschen sind nur ein Teil des gigantischen Bestehens und was wir auch immer tun mögen...es ist bereits vorhanden eh wir es begreifen!

 

 


Dienstag der 05.10.2010

15:30 Uhr 

 

Sind sie bereit?

Bereit für den Kampf um die Rechte ihrer Individualität?

Bereit für den Kampf um Loyalität und Ehrlichkeit,

für die Werte die sie sich von den Anderen erhoffen?

Sind wir bereit uns der Trugschlüsse zu bekennen und gegen das anzukämpfen, was uns in unserer Eigenheit immer mehr beschneidet?

Gewalt ist keine Lösung,

wenn man nur darüber redet...

Wenn es auch ohne geht wäre dies eine Errungenschaft vor den eigentlichen Dingen, die es für uns alle zu erreichen gilt!


 

 

Die Waffe ist ein Symbol der Gewalt, reicht plakativ um abzuschrecken und in uns meistens Negationen hervorzurufen. Was jedoch ist mit den Lügen zum erreichen des Vorteiles gegenüber dem Anderen? Was ist mit den Täuschungen und Unwahrheiten einer Politik, die sich in den Betten wälzt welche das Volk  für sie erbaute? Was ist mit dem egoistischen Nachbarn, der einem die Butter auf dem Brote nicht gönnt und dafür alles in Bewegung setzt um dies so gut wie Möglich umsetzen zu können? Was ist mit der Scheuklappenmentalität aller, die sich im entscheidenden Moment weg drehen anstatt anzupacken, zu helfen?! Was ist mit Gott und der Kirche, die weiterhin im Safte ihrer Millionen fast ersaufen während hier vor Ort, arme Familien aufgrund einer dekadenten Politik am Hungertuch nagen? Ganz zu schweigen von den weltweiten Nöten eines an Barmherzigkeit glaubenden Individuums...

Was ist mit den Verantwortlichen für die Finanzkrisen der Länder, Staaten,  Kommunen und Firmen, die sich selbst arrangiert und bestens aus der Affäre zogen? Was ist mit den Verantwortlichen über all das mentale sowie körperliche Leid, der Verantwortung der korrupten, immer öfter pädophilien  Politiker und  für ihre im großen Stil durchgeführten Geldwäscheaktionen auf Kosten der eh schon ärmsten des Landes? Sind die unsichtbaren Waffen nicht die schlimmeren? Sind die Art und Weisen dieser Menschheit, dieser sich gebildeten Staaten nicht schlimmer als jede Waffe die irgendwann einen tödlichen Schuss abgeben könnte? Waffen und der Gebrauch von ihnen ist noch immer der Spiegel für den Zustand, in welchem sie zum Zuge kommen. In einem Leben der Harmonie und Wertigkeiten gäbe es keine Gewaltaktionen dieses ständig wachsenden Ausmaßes. Kriege gab es immer und wird es weiterhin geben, verantwortlich für diese Kriege und das einhergehende Leid ist noch immer der Mensch selbst. Hier, im Wohlstand der westlichen Welt herrschen mitunter vergleichbare Verhältnisse voll an Hass und Missgunst. Die Feigheit und die Angst vor dem materiellen Verlust halten die Bevölkerungen der fetten Staaten vor Gewalt und bekennenden Aktionen zurück. In einem jeden Menschen baut sich der Wille zum erreichen des Zieles, wo sich andere schallend lachend bereits befinden. Wir sind uns selbst als Spezies die größte und zur Vernichtung fähigste Waffe. Eine jede noch so ekelhafte Situation, die wir in der Gesamtheit unseres Bestehens bedauern und verachten werden können, -haben wir letztendlich selbst hervorgerufen und auch gemeinsam zu verantworten. Gäbe es die Freiheit des Waffengebrauches stellte sich womöglich eine sonst natürliche Regulation der Dichte an Leben wieder ein, die uns ohne beide Möglichkeiten immer effizienter schaden und brutaler töten wird als wir das bis dato erahnen können?

Nein dies ist kein Aufruf zur bewaffneten Revolte. Auf unsere Fragen und Empörungen über die Entwicklung unseres Staates und eines Weltgefüges was unter dem Drang nach immer größer werdenden Reichtum und Moderne  merklich zu leiden hat, sollte sich lediglich endlich der Mut wieder einstellen sich selbst ins Gefecht zu nehmen und zu Fragen, in wie weit man selbst zum Wahnsinn beiträgt und wie man es ändern kann! Jammern, dazu ist der Mensch weltweit in immer intensiver werdenden Art und Weisen, immer besser in der Lage doch wo gehobelt wird fallen Späne... Wer sich fügt kann nicht erwarten dem beiwohnen zu können was an Wünschen es zu leben in einem ruht! Die Wende ist 20 Jahre her und dazu im Stande mit auf der Straße zu stehen waren weit mehr, als das dies damals der Fall war. Warum? Woran hat es gelegen? Jetzt, wo die Ergebnisse dieser humanen Großaktion in den Folgen die Nachhaltigkeit eines Entschlusses aufzeigt was daraus wird und immer größere Wunden schlägt die nicht mehr zu schließen sind, jetzt bräuchte dieses Land, diese Welt wieder den Mut vergangener Tage um eine Tendenz aufzuhalten die sonst alles mit sich in das schwarze Loch der Vergänglichkeit zieht. Nichts mehr wird sein können wie es war und je länger man wartet, um so weniger wird man sich auch daran erinnern können.  

Sich seine Eigenheiten wieder von denen zu holen, denen man sie aus Angst einst gab ist dringender als je zu vor. Noch sind wir in der Lage, aufgrund unseres intelligenten Levels mit einigen Schritten zurück die Basis unserer Werte und Einzigartigkeiten zu retten. Haben wir uns dem überheblichen Abwinken der Masse bei fundamentalen Fragen unseres Wesens angeschlossen, nehmen wir selbst die letzten Zucken eines gemeinsamen Ursprunges in der Realität nicht mehr wahr und können keine Beanstandungen mehr geltend machen! Sich selbst in seiner bereits erlangten Oberflächigkeit orientieren kann man daran, ob oder wie man den folgenden Spruch zu deuten weis.

 

Gewinn ist Verlust da Verlust Gewinn!

 


Donnerstag der 07.10.2010

22:25 Uhr

 

 

Dem im Leben gelandeten Eifrigen  mag es eine lächerliche Behauptung sein,

das all der Erfolg oder auch das Versagen,

seinen Ursprung in der kindlichen Fähigkeiten zur Auslebung seiner Träume hat.

In der Deklination seines Wesens reist man unweigerlich in die Vergangenheit seiner Existenz und erkennt mit der selben Tiefe sein eigenes Ich,

wie man zu Zeiten als Kind in der Lage war in seinen Träumen zu versinken. 

 

 


 

Im nahen Park, unweit der alten Grotte an der Orangerie rannten einige meiner Schulkameraden über die Wiesen und schlugen sich mit der Hand selbst auf das Hinterteil. Sie meinten im wilden Galopp auf einem Pferd zu sitzen und durch die Prärie zu reiten. Manche meinten gar sich ohne Sattel auf dem Rücken halten zu können, so wie der Sioux Junge Harka Steinhart Nachtauge aus meinem Lieblingsbuchband. Das Reiten auf einem Pferd konnte ich mir nie, in dieser Art und Weise der Umsetzung vorstellen. Selbst lief ich ruhig des Öfteren die Damaschke Straße meiner Heimatstadt auf und ab, der linke Arm ruhte angewinkelt auf der geschwungenen Stahllehne mit den Zügeln in der Hand und in der Rechten die Peitsche aus einem langen Trieb irgendeines Busches gebastelt. Völlig in Gedanken versunken saß ich auf meinem Kutschwagen und trieb mit monotonen „Hüh“, “ na komm mein Alter“ den braunen Haflinger an –der mit mir die Anwohner mit Briketts belieferte. Was sie wohl dachten, die Leute als sie mich die Straße auf und ab laufen sahen –mit angewinkelt erstarrten Arm, wedelnden Stock und den immer gleich schnalzenden Befehlen...

Während ich so auf meinem gedanklichen Kutschbock saß fiel ich in tiefe Träume aus denen sich die Wünsche meiner Zukunft gebaren. Von einer Sekunde auf die nächste rissen mich diese Träume immer wieder in eine kurze Realität. Ich ließ dann meist meinen Haflinger nach einem forschen „Brrrrr“ samt Wagen  stehen und rannte nach Hause. Ein großer Schluck der eiskalten Fassbrause und ich verzog mich in das ehemalige Zimmer meines Bruders und widmete mich der Verwirklichung meines Traumes, wegen Welchen ich meine andere Traumwelt verlies. Ich hatte bereits auf dem Tisch, auf dem einst die TT Eisenbahnplatte meines versoffenen Stiefvaters stand, die Innenstadt von Leipzig in Pappe nachempfunden. In den Erinnerungen der Klassenfahrten, mit Besuch im Zoo sah ich den Uniriesen und einige Straßenläufe welche nun als Modell alltäglich den Besuch zuließen. So wie ich es wollte tauchte ich ins städtische Leben und parkte meinen aus den Intershop für schwere 2,50 DM gekauften 7er BMW, am Traumhaus aus Papier und Plastik unter der Hochstraße.

 

Über dem Dauerbrandofen meines Zimmers malte mein Bruder damals züngelnde, raumhohe Flammen aus denen das Eddy Monster von Iron Maiden in gewohnter Pose grüßte. Die dunklen Kleiderschränke an denen schief die Türen versteckten, was nach übereilter Aufräumaktion immer wie eine Müllhalde aussah, sie standen wie Monster in diesem kleinen Raum und gegenüber wo sich einst im Doppelstock großer und kleiner Bruder  Spuckgefechte lieferten das Bett. Mein Zimmer voller Lebenssituationen und zusammengeklebten Bruchteilen einer Gegenwart in welcher ich mich heute tatsächlich befinde. In einem Ferienjob strich ich die Bänke und Gusseisernen Stützpfeiler des Bahnsteigdaches vom heimischen Bahnhof. An einem verregneten Tag räumten wir, Uwe, Peter und ich  im riesigen Lager  auf und während dieser Aktion fand ich zwei Trommelstöcke. Ich nahm sie nach ehrfürchtigem Fragen mit nach haus, fertigte mir aus drei Kartons Trommeln und ahmte Schlag und Taktfolgen bekannter Hits nach. Weniger als je zuvor ging ich meiner Arbeit als Brikettkutscher nach, stattdessen bastelte ich auf meinen Schreibtisch eine Bühne und passte auf das noch jedes kleinste Detail im Verhältnis meines 7er BMWs war. Gitarren und Schlagzeugkomponenten mussten alle in die winzigen Türen passen, um sie hernach rüber auf den großen Esstisch nach Leipzig fahren zu können, - wo ich sie im Papierhaus unter der Hochstraße auslud. In diesen Traum fiel ich immer tiefer, sicher auch, - da er von allen Träumen am plastischsten war. Ich sang in den höchsten Tönen zu lauter Musik aus der Anlage meines Bruders während ich mit den abgebissenen Kabelenden die Pole der Flachbatterien im Takt berührte und so die Bühne mit bunt bemalten Glühbirnen auszuleuchten. Der Grundstein meines Dranges auf der Bühne zu stehen war geboren und es sollte nicht lange auf sich warten lassen, das dies zur Realität wurde.

 

Im Gefecht des Alltages, im Zwang den Definitionen der Moderne zu entsprechen lehne ich mich oft zurück und erinnere mich der Träume aus damaligen Zeiten eines unbeschwerten Daseins. Träume sind dann eben oft nicht nur Schäume, wie man oberflächig sagt. Vielmehr wird sich die Intensität des Realen an Hand der Fähigkeit seine Träume zu leben definieren. Bis zum heutigen Tage sind bereits viele der Träume aus Plastik und Pappeillusion wahr geworden, denen man als Kind nur schwer in eine fragwürdige Realität entfliehen konnte.   

Auf dem Spielplatz meiner Heimatstadt, hinter dem Mühlteich steht bis heute jener Elefant, der mir tiefe Schmerzen bereitete. Nicht nur das ich bei anfänglichen Versuchen ihn zu erklimmen ein oder zwei schmerzliche Fingernagelverluste zu verzeichnen hatte, dieser Betonelefant schien mir auf seinem verlorenen Posten, weit weg seiner eigentlichen Heimat mitten aus dem Herz zu sprechen. Dann, wenn alle Kinder den Platz verließen und Ruhe einkehrte stand er wieder allein mit sich und seinen Erinnerungen, Träumen? In meinem Zimmer lag ich lange Zeit wach, sah ihn da unten stehen –allein und war in der Lage diesen Schmerz zu empfinden welchen er spüren musste.

Als ich ihn vor wenigen Monaten wieder entdeckte stockte mir wenn auch nur für einen Moment der Atem, Erinnerungen und die Erkenntnis ihn fast vergessen zu haben. Wie ein Mahnmal erschien mir seine Anwesenheit auf diesem Spielplatz, in dieser sich so stark veränderten kleinen Stadt, nach so langer Zeit inmitten des alltäglichen Irrsinns. Und doch, in dem ich mich auf ihn setzte verstand ich positiv zu werten, was von damals zu heute sich in die Zukunft und jetzige Realität zu retten wusste!

 

Lebe deine Träume...

 


Samstag der 09.10.2010

17:43 Uhr

  

Wie ein Blatt zu Boden,

eine Feder leicht -

schwerelos.

Eine Last,

die Schulter befreit -

beengte Sicht,

dennoch sehend!

Brach scheint zu liegen,

inne zu halten -

Zeit!

 

 


Vor nicht all zu langer Zeit, mit von stolzen Rappen gezogenen Kutschen schaukelten betuchte Leutchens noch auf jedem Kontinent über das Land, um feudal dem Treiben eines sterbenden Sommers beizuwohnen. Irgendwo zwischen Galle und Malle hielt der Kutscher auf Geheiß des Herren, öffnete die kleine Holztür und klappte eine eiserne Treppe aus. Auf einer noch saftig grünen Wiese mit allerlei Moosen durchzogen, lag alsbald die rot/weiß karierte Decke und in dem auf ihr befindlichen Korb warteten Köstlichkeiten zum Verzehr. Die Pappeln am Ufer des sich durch die Landschaft schlängelnden, unscheinbaren Flüsschens schienen den Weiden und Eichen, all den bunten Zauber welken Laubes auf alten Bäumen zu applaudieren und zwei Kraniche standen wie zur komplettierenden Zier regungslos. Mit süßen Früchten in den Mündern küsste sich das Adelspaar und spülte die aufkommende Lust auf Obszönitäten in den gierigen Schlund mit süffigem roten Wein aus silbernen Kelchen hinab. Herrlich inmitten der noch reichlich wärmenden Sonnenstrahlen, der schönen Seite des Lebens ohne lästige Alltagsplagen frönen zu können. 200 Jahre später fährt eine junge Frau an genau dieser Stelle vorbei, weit oben auf einer Brücke aus Beton über die Senke - mit der dazu erkorenen Lieblingsmusik im Ohr und allerhand Schwermut im Herzen. In den Jahren tobten Kriege und abertausende Menschen, Millionen ließen ihr Leben für den Rausch der Zeit. Da wo sich Getier unbehelligt mehren konnte stehen heute unzählige steinerne Kästen, schwerer Asphalt liegt wie hunderte von überdimensionalen Gürteln, über einem schwer unter der Schnürung atmenden Land.  Es geht ihr gut, der jungen Frau soweit man es vergleichen mag, mit den längst in den Erinnerungen verschwommenen Zeiten.

Aus der Kutsche mit 4 Rappen ist ein Automobil geworden, unter dessen Kleid fast hundert Seelen starker Rösser schlagen. Übers Land fahren in heutigen Zeiten viele einsame Menschen feudaler als je zuvor, fliehen in ihren Gedanken über die vor dem Winter noch einmal mit Fülle lockende, bunte Landschaft und erkennen was sonst der Eile ungesehen zum Opfer fiel. Im Rucksack der Wandlungen für ein besseres Leben versteckten sich bereits, als Mensch sich ihn zum buckeln anschickte die Ergebnisse eines gierigen Willens. Der feudale Herr mit seiner Dame im Schlepptau unterlag schneller den Möglichkeiten der Welt verändernden  Erfindungen, als er dies mit der Hand unter dem Reifrock hätte erahnen können. Aus Gaslampen wurden Glühbirnen und aus dem Telegramm das Telefax. Was man lange mit viel Begehren noch handschriftlich verfasste, ergoss sich nun durch die Kabel der Fernmeldeanlagen. Das Klappern von Hufen auf den Pflasterpromenaden wich dem Zischen dampfbetriebener Ungetüme auf denen man mit all seinem Reichtum an materiellen Fluchtgutes tat, als wäre man direkt vom Himmel auf diese Erde geschickt. Wo sich damals Vogelschwärme sichtlich gehen ließen und nur vereinzelt aus Holzleisten mit  Papier bespannt, in Kinderhänden Drachen tanzten -malen nun mit eindrucksvollem Dröhnen weiße Riesenvögel ganz aus Edelmetall gerade Linien in den Himmel. Da stehen über das Weite der Heimat verstreut nun die Seelen mit ihren Sehnsüchten allein und geben sich den Details,  welchen sie im Zuge ihres Glaubens absagten. Sehen wieder, was alltäglich an ihnen vorüber ging, spurlos so schien es...

 

Ein Blatt fällt zu Boden, so - wie es Milliarden von bunt Verwelkten auch schon vor ihm taten. Im gleißenden Licht eines Herbstnachmittages treibt ein Wind der Seele zaghaft, salzig schmeckende Tränen aus den Augen über die Wangen zum Mund, wo sie dem Gaumen im Geschmack erliegen. Ob in der Renaissance oder zu keltischen Zeiten grober Herrschsucht, selbst in der futuristischen Zeit eines 20sten Jahrhunderts. Die Sehnsüchte der menschlichen Seele wurden in jeder Epoche seines Bestehens erreicht, wenn Sie dazu bereit war sich auch auf den Weg zu machen. Abschied zu nehmen ist ein Teil des Erfahrens neuer Art und Weisen. Im Entschluss dem entgegen zu gehen, was sich tief durch das Auge in das Wesen verlor – gibt man dem Weg die Chance sich zu entscheiden. Der Lauf, das Leben ein sich ständig wiederholender Kreislauf in welchem die menschliche Seele nur eine Rolle unter all den anderen spielt.

 

Die Welt ist voll an wunderschönen Dingen, voll mit Situationen deren Einzigartigkeiten sich aneinanderreihen wie zu einem richtungweisenden Band. Das Wissen darum reicht nicht aus um davon zehren zu können, es durchlebt zu haben, mit Haut und Haaren gespürt zu haben schafft eine ganz eigene, neue unzerstörbare Heimat für eine verirrte Seele. Wohl spüren viele Individuen unter all ihres Gleichen sehr einsam zu sein. Mit den Schritten in die eigenen Welten steigt man wie Phönix aus der Asche zu neuer Schwerelosigkeit empor und wird Teil der Beobachtungen von davon weit Entfernten.

Montag der 25.10.2010

1³° Uhr

 

 

Man muss sich entscheiden, ob man will oder nicht und hat man es dann einmal getan, ist jegliches Resultat nur das Ergebnis seines eigenen, geistig mentalen Fundamentes. Die Weggabelung an der wir aufgrund unseres mangelnden Selbstbewusstseins und der fehlenden Erkenntnis daraus nicht nur einmal stehen werden, fordert auf - uns auf etwas festzulegen. Ein Auskommen ohne Entscheidungszwang ist nur dann möglich, löst man sich von den strukturellen Definitionen und Gesetzen eines Gemeinschaftswesens. Dazu ist man in  diesem Land und bald auf der ganzen irdischen Welt nicht mehr im Stande. Im Raster eines staatlichen Gefüges unterliegt man Gesetzmäßigkeiten, die im Falle des Zweifels mit Vorschlägen aufwarten und einem in Not geratenden Bürger die rettende Lösung bieten. Nimmt man sie an und zu nichts anderem ist man in der Zivilisation im Stande ohne rechtliche Gegenmaßnahmen erwarten zu müssen, legitimiert man eine Pauschalisierung von Eigenheiten nach der man sich zu orientieren und auszurichten hat!

 

Freiheit in seinen Entscheidungen hat man nur in den imaginär von Stacheldraht eingezäunten Möglichkeiten eines politisch vordefinierten Rahmens.  Im Wachsen der Selbstverständlichkeiten und oberflächig, materiellen Abhängigkeiten verliert die biologische Grundlage aller Handlungen das nötige Verständnis darum und somit bleibt die Wichtigkeit der Einhaltung prägnanter Grundkriterien hinter dem temporären Kurzzeitinteresse zurück. Was bleibt ist eine biologisch, seelisch -mental sterbende Infrastruktur die tiefe Umgangsdefizite hervorruft. Ein ineinander greifendes, sich ergänzendes Miteinander stößt noch vor dem Willen es auszuüben auf die immer mehr anwachsenden, unüberwindbaren Grenzen zwischenmenschlicher Notwendigkeiten in ihrer Ausführung.  Im Zwang mit den modernen Formen eines längst nicht mehr einholbaren Lebens konform laufen zu müssen, um den Anderen in Nichts nachzustehen und dem Bild eines rechtschaffenen Bürgers in einem demokratischen Staat gerecht zu werden, verliert sich die Eigenheit des Individuums in der plakativen Manifestierung von sich immer mehr zu einer übermächtigen Herrschaft ausbildenden Scheinrealität. Ob nun in globalen Desastern oder den nicht zu bewältigenden Privatproblemen, die Basis der Unfähigkeiten und deren Resultate daraus liegen im selben Defizit begraben. Der Glaube verstanden zu haben löste im menschlichen Organismus eine unaufhaltbare Reaktionskette aus, deren Ergebnis mit Erkenntnissen der Verständnisse daraus neue Formen resultieren lassen zu können - die das alte unnötig machen förderten. Tatsächlich sind die Eckpfeiler des Bestehens aufgrund der logistischen Meisterleistungen menschlichen Ursprungs unbrauchbar geworden und dienen lediglich einer rasch sterbenden Form des Daseins, die uns fataler Weise unser Überleben sichern würde. Wie schon bereits an Hand des Beispieles menschlicher Versklavung verdeutlicht, sind die intelligentesten Errungenschaften dennoch nur im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten einer noch höheren Instanz erreich und lebbar. Das Gesetz des neuen Lebens in Form eines Menschenkindes ist die Mutter und der Vater, deren Gesetz ist der Staat und dieser steht in direkter  Abhängigkeit dem globalen Gefüge einer zivilisierten Struktur deren Ursprung vom Überleben und der Arterhaltung zum vereinfachten Dasein und ableben der Gegebenheiten umdefiniert wurde. Das Gesetz des Lebens, der Entstehung allen Lebens und des Daseins ist die Biochemie, deren Gesetz ist die Abhängigkeit vom Gefüge dieses Sonnensystems und dessen Anhängigkeit zur Existenz ist der galaktisch, chemische Zufall in der Metamorphose zu planetarischen Formen. Natur kennt keine Gabelungen an der sie sich entscheiden muss welchen Weg sie gehen wird, Natur reagiert und passt sich im Sinne der im Vergleich zum Menschen bezeichnenden Simplifikation den Gegebenheiten zur Arterhaltung an. Im durchaus deklinierbaren und nachvollziehbaren Ablauf der menschlichen Geschichte, ist zweifelsfrei die enorme Vernichtungskraft menschlichen Geistes bewiesen.

 

Stehen wir nun vor einer Entscheidung, um zum Beginn meiner Gedanken zu diesem Sonntag zurückzukommen, stehen wir vor einer Entscheidung prüfen wir in aller Regel erst zum Schluss die eigenen Bewandtnisse, - die aufgrund der vielfältigen bereits beschriebenen Definitionen des staatlich geprägten Umfeldes einer Übermacht kapitulierend gegenüber stehen. 

 

Wieso denkt man nun solches Zeug...

Donnerstag der 28.10.2010

14³° Uhr

 

 

 

Es ist mir nun schon oft zu Ohren gekommen, dass sich manch künstlerischer Akteur meiner Texte und Lieder bemächtigt. Grundlegend wäre dagegen sicher nichts einzuwenden, wenn man davon im Voraus in Kenntnis gesetzt würde. Ein Schritt zu mehr Wertigkeit und Loyalität seiner Kollegen gegenüber wäre es auch, wenn der Gast des jeweiligen Moments oder Events vom Ursprung der geklauten/ oder auch „nur mal kurz geliehenen Inhalte“  wüsste. Für sich gegenseitig Werbung zu machen wäre in dieser Art und Weise sicherlich des manchen dennoch nicht wünschenswert aber grundlegend eine gar nicht so üble Angelegenheit. Nun, in den Tiefen Sphären seiner Gedanken versunken, aus denen letztendlich das entsteht was im kläglichen Dasein eines ehrlosen „Künstlers“, der die Bezeichnung des Künstlers damit zu Unrecht trägt von einem geklaut wird, in diesen Tiefen versunken muss man sich nun doch selbst aus dem Schaffen herausreißen um sich diesen  Schmarotzern zu widmen. Gäbe es nicht bereits eine Vielzahl von respektvollen Nutzern der Internet Seiten von SPRUCHREIF-ost, sowie immer mehr interessierte Hörer, Konsumenten und Gäste meines Schaffens zu Auftritten – bei denen ich mich in aller Form bedanke, gäbe es diese Menschen nicht fiele mir diese Piraterie kaum auf. Das sich künstlerisch Schaffende untereinander selbst bestehlen ist unbeschreibbar. Die „Kunst“ als Träger von Empfindungen, als Verbindung der Gefühle in das Alltägliche für seine ganz egoistischen Zwecke zu benutzen um damit als Person zu glänzen und seinen niederen Drang nach finanziellen Notwendigkeiten gerecht zu werden ist nicht entschuldbar. Eine immer mehr anwachsende Zahl von Lobbyisten haben wir somit nicht nur in der Politik zu verzeichnen. Der Lobbyismus unter den Menschen, unter dem Volk in seinen tagtäglichen Verrichtungen bis in die Reihen der intellektuellen Kunstszene ermöglicht diese Entwicklung und ist der Turbo in die mentale Geschmacklosigkeit. Die Szene der Künstler hob sich lange Zeit von den „normalen“ Lebensformen ab. Kunst galt immer als etwas Besonderes und ihre Erschaffer repräsentierten für ein danach lechzendes Volk das Leben nah den Ursprüngen als Geburt aller emotionalen Fähigkeiten.

 

Das die Zeiten schlecht sind, man weis es nicht erst seit gestern und man weis auch das man sehr wohl in der Lage wäre etwas dagegen zu tun. Es ist nur so verdammt unangenehm in Aktion zu treten da im Ergebnis für das Eintreten von Wertigkeiten die allen etwas bringen würden, immer erst der Fall ins Loch persönlicher Angriffe folgt. Stimmts?! Obwohl man selbstlos für die Allgemeinheit in die Presche springt landet man undankbar im tiefen Loch, in welches alle ihre seelischen Abfälle schmeißen und obendrein mit ihrer körperlichen Notdurft alles zu besiegeln versuchen. Jeder Mensch will seiner Anerkennung nicht beraubt werden, der Anerkennung in seiner Individualität doch wenn seine Eigenheiten längst die des Anderen geworden sind wird es schwierig. Nun kämpfte ja jeder mit der Eigenheit des Anderen um den Erhalt seiner Individualität im Anderen. Wie soll das gut gehen?

Logischer Schritt wäre die Rückgewinnung seiner Art und Weisen, seiner Eigenheiten doch dieser Weg führt nur durch das Eingeständnis seines Selbstbetruges und des massiven Betruges dadurch, an den Anderen. Das ganze Leben müsste sich ändern da die Konstruktion auf den Fundamenten des Betruges steht. Wahrheit ist somit weiter weg als die Bereitschaft zum Betrug und längst keine Reaktion des Affektes mehr. Das Bewusstsein um diesen Umstand der einem letztendlich mehr Sorgen bereitet als Freude, da der alltägliche Aufwand um die Geheimhaltung der Lügen Kräfte raubt die man für die Unbeschwertheit dringend bräuchte, das Bewusstsein darum deckt schmerzlich auf wie weit fortgeschritten dieser Virus in unserem Leben bereits ist. Unheilbar krank könnte man meinen doch weit gefehlt. Es gibt einige unter, den sich in der Überzahl befindenden Verirrten, die wirken durch ihre Menschlichkeit abnorm und krank – da sie das aufrechterhalten was unsere Spezies erst einmalig macht.

Wissensdrang und Feudalismus herrscht vorrangig auf dieser innerlich brodelnden Kugel und im gemeinschaftlichen Schunkeln der Brüderlichkeit verschafft sich Mensch offensichtlich nur Zeit, um seinen Vorteil auf Teufel und komm raus zu sichern.

 

Im Willen sich weites gehend von gesetzlichen Daumenschrauben fernzuhalten sind es dann doch selbige, die einem gerade dann helfend zur Hand gehen wenn es darum geht jene zur Strecke zu bringen, die sich unlauter an dem geistigen Besitz anderer bereichern. Von hier aus möchte ich jedem Nutzer meiner geistigen Besitztümer sagen und ans Herz legen. Das geistige Schaffen unter Berücksichtigung der Grundwerte wie Loyalität, Wertigkeit, Leben und leben lassen sowie Toleranz und Akzeptanz ist Basis meines Schaffens im Rahmen des Projektes SPRUCHREIF-ost, sowie dem Schaffen meiner Person. Jedem der sich davon ohne mein Wissen darum bereichert, auf seine Art und Weise meine Inhalte ohne vorherige Absprache verbreitet wird von mir unter absoluter Prämisse strafrechtlich sowie im Eigens dazu ins Leben gerufenen Projekt GGK verfolgt.

 

Musik, Malerei und das Schaffen von vokabularischen Werken sind emotionale Grundwerte, die nur durch ihre Eigenheit eine berauschende Vielfältigkeit zulassen,  die im Stande ist dem Dasein eine Unsterblichkeit in der Beschreibung seiner Realität zu gewährleisten. Künstlerisches Schaffen beschrieb in jeder Epoche die vorherrschenden Gegebenheiten und diese sind somit durch die Kunst ein Zeugnis unserer Entwicklung, sowie unser einmaligen Existenz. Beginnen wir die Individualität der Kunst zu untergraben, stellen wir der Einmaligkeit unseres Planeten sowie unserer Evolution in Frage und nehmen uns als Spezies den wohl entscheidenden Unterschied zum tierischen Dasein auf die wohl ekelhafteste Art und Weise.

 

Das gilt es abzuwenden und zu bekämpfen!

GGK

 

Gegen

Geistige

Korruption

Klickst du das Bild

Samstag der 30.10.2010

22³° Uhr 

 

 

 

Hainbergsee Meuselwitz

 

 

Man verlässt relativ schnell, was einen geprägt hat und auf das Leben vorbereitete. In den Jahren verblassen Erinnerungen die nur in wenigen Sequenzen dazu in der Lage sind, einen melancholisch zu stimmen und so manch Träne über die Wangen fließen zu lassen. Spätestens dann, wenn die letzte Träne an der Nasenspitze kitzelt und man noch im Wegwischen niest - spätestens dann sind auch die Bilder aus der Vergangenheit wieder mit der Realität getauscht. Die Befreiung im Weggang aus der Heimat, auf  zu neuen Ufern entfachte in einem einen enormen Auftrieb und man fühlte sich dazu erkoren etwas Besonderes zu sein. Was soll schief gehen, was einem den Weg versperren? In Zeiten der Integration und dem Arrangieren mit der neuen Umgebung, den Menschen und ihren Eigenheiten schießt man wie ein Pfeil über die Abgründe der sich innerlich aufbauenden Sehnsucht hinweg,  Verschwunden sind sie nicht und trotzen allen Anstrengungen sie zu ignorieren. Selten das man über das Heimweh hinaus die Frage an sich selbst bemerkt - war das der richtige Weg? Freunde mit denen man sich schnell versteht trösten über manch Bedenken hinweg und eh man sich versieht, sind im Alltagstrott etliche Jahre vergangen die man bereits weit von der Heimat verweilte. Im Willen der Entscheidung nichts Negatives nachsagen zu müssen opferte man einiges an urwüchsiger Eigenheit für den Glauben in den Anderen aufgehoben zu sein. Anpassung ist oft nicht schwer, das Begreifen um den Verlust seiner Eigenheiten umso schwerer. Hinterfragt man sich tiefer als nur im Moment, steigt man in Gedanken hinauf um wie ein Vogel über das Land seines Wesens schauen zu können - sieht man die Wege seiner Seele und glaubt seinen Augen nicht. Schwer genug wie ein Vogel von oben zu schauen,  lastet jetzt obendrein die Erkenntnis über die Klarheit dessen , -was man zu sehen im Stande war. Verbogen hat man sich um den Ansprüchen und Geflogenheiten der "neuen Heimat" zu entsprechen und erschreckend selten bemerkt, wie allein man unter all den neuen "Freunden" war und ist. Heimat, und das bemerkt man erst wenn man sie längere Zeit verlassen hat, Heimat kann man nicht tauschen. Selbst unter täglichem Sonnenschein, an weißen Stränden und mit frischen Kokosnüssen von Bilderbuchpalmen... Selbst mit lächelnden Nixen und freundlichen Gesten spürt man früher oder später in all der Herrlichkeit verloren gegangen zu sein. Schlimmste Erkenntnis die einen einholen wird ist, in sich selbst gefangen und mit sich selbst vereinsamt zu sein. Kleine Gesten sind es die zu Stürmen avancieren, Umgangsformen die zu vernichtenden Beben mutieren... Der Tag rückt wie eine Bombe tickend näher, an dem man sich vor dieser Sagen umwobenen Gabelung eines Weges wieder findet. Die Zeit ist gekommen wo man sich entscheiden muss und ist man nicht darüber hinaus geschossen und steht wahrhaftig da, spürt man diese innerliche Urangst vor der man all die vergangenen Jahre flüchtete. Der Drang zurück in die alte Heimat zu wollen leistet sich mit dem Gewöhnten einen bitteren Kampf. Siegen wird das Gefühl, das Empfinden und die erste Liebe die man ohne es zu wissen noch lange vor dem ersten Partner für seine Heimat empfand. Die Straßen und Wege, Häuser und Wiesen...der See in dem man das Schwimmen lernte und seine ersten Küsse vor Aufregung völlig verpatzte. Die Schule mit all den Erinnerungen und das Haus in dem man aufwuchs.

 

In die Welt zu ziehen ist eine Bereicherung von der man dann, wenn man es einmal begonnen hat nicht genug bekommen kann. Wie ernüchternd ist es jedoch weltweit die schönsten Flecken dieser Erde erkundet zu haben, währenddessen in der Heimat die Idylle an Einsamkeit stirbt ,-da die Menschen die es zu schätzen wissen könnten ihrem Drang nach Neuen und Fremden ohne Besinnung nachgaben und das allein liessen worauf der Eingeborene in der Fremde stolz ist und sich nichts besseres vorstellen kann als diese seine Heimat... Die Rückkehr in die Vergangenheit hält für einen bei allen Schwierigkeiten durch den Verlust an Bestand dennoch die Erinnerungen bereit. Wieder angekommen, zu Hause kann man nun die erworbenen Erkenntnisse für sich und seine Heimat umsetzen. Aus den Bäumen kann man die gewachsenen Früchte des Laufes  pflücken, in den Fugen der Häuser den Stimmen alter Tage lauschen und im Bach das Lachen sorgloser Kinder hören. Läuft man auf alten Wegen noch einmal seinen Schulweg ab, erbaut sich in einem die Wehmut noch einmal diese Zeit durchleben zu können. Fremde und unentdeckte Welten spielen dabei keine Rolle mehr. Zögen alle ohne Wiederkehr von ihren Wurzeln in die Ferne, gäbe es keinen Halt für Niemand mehr und sterben würde diese Wärme... diese Wärme...  und Niemand könnte in den Spuren die Geschichten längst vergangener Zeiten sehen.

 

Zurück zum Ursprung ist auch zurück in die Zukunft!

Schön wieder Zuhause zu sein...

Montag der 15.11.2010

17°° Uhr 

 

Eine Eloge dem Skorpion

Eloge als Bezeichnung  durchaus nutzbar...

 

Ein im Sternzeichen Skorpion geborener Novemberling hat sein ganzes Leben mit dem Vorurteil zu kämpfen, das die Skorpiongeborenen unausstehliche Menschen seien. Rachsüchtig, Egoistisch und Herrschsüchtig... Giftig in jedem Fall und überaus nachtragend. Rachsüchtig kann man komplett ausschließen, Egoistisch sind sie nur im Erreichen der Ziele zum Wohl aller und im Kampf ums eigene Überleben zur Arterhaltung. Herrschsüchtig ist absoluter Quatsch - danach süchtig müssen sie nicht sein, da sie eh unangefochten als Herrscher fungieren...auch wenn das den wenigsten schmeckt!

 

Einen Skorpion zu zertrampeln, dazu wäre man einfach so in der Lage aber der Existenz seiner Art hat man als Mensch nichts entgegen zu setzen! 

 

Das wohl älteste Sternbild überlebte in Form der kleinen Krabbeltiere mit Giftstachel, die Unarten des Biologischen Laufes und veränderte weder seine Art noch Form. Als Zeugen erdgeschichtlichen Wandels sind sie im Wesen Träger prähistorischer Informationen im lebenden Zustand. Dazu sind sonst nur wenige andere Tiere neben Steinablagerungen und im tiefen Mantel der Erde versteckte Mineralien fähig.  Äußerst wachsam harren sie im Dunkel um im entscheidenden Moment vorzuschnellen. Zielgenau platzieren sie die Injektion ihres betäubenden Giftes und manch toxischer Cocktail ist in der Lage selbst Menschen und größere Tiere nachhaltig erkalten zu lassen. Skorpione mit ihren über 1000 Arten überlebten durch Simplifikation viele andere Tierchen und waren bis zum heutigen Tage in der Lage, die Art und Weisen ihrer Strategie zu behalten. Vieles entwickelte sich weiter und erlebte Hoch Zeiten auf diesem Planeten, doch alsbald verschwanden sie wieder und ließen außer Knochen nichts zurück. Heute buddelt Mensch fossile Fragmente der Tiere aus dem Dunkel ans Licht, die sich bereits zu ihrer Existenz mit dem Skorpion die menschenleere Erde teilten. Überleben um zu überleben... Eine Definition die in heutiger Zeit zu simple keinen Sinn zu machen scheint doch tatsächlich beschreibt sie die einzige Variante eines globalen Miteinanders ohne vernichtende Formen des Bewusstseins. Fressen um seiner Entwicklung die nötige Energie zu geben, um daraus resultierend wiederum neues Leben gebären zu können. Gleichgewicht der Abhängigkeiten...

 

Nur im Sternbild geboren zu sein macht noch lange kein Fossil aus einem, die Orientierung an einem Lebewesen wie das des Skorpions schafft jedoch mit dem Verständnis im Jahre 2010 nach Christi Geburt durchaus fossile Verständlichkeiten. Den Irrtum "Intelligenz" kommt man rasch auf die Spur und erfährt in der logischen Abfolge der Lebensdeklinationen den ungeheuren Stellenwert eines Virus. Viren sind die Wiege und der Verderb und betrachtet man das Allgesamte dieser kugeligen Lebensform ist die Brücke des Verständnisses darum, im Mensch nichts weiter als einen rasant wachsenden Virus zu sehen schnell geschlagen. Wachsende Bevölkerungszahlen allein haben bereits eine höhere Belastung des Organismus Erde zur Folge und ausgehend von den kleinen Abfolgen in mikroskopischen Lebensdetails ist man erneut rasch in der Lage das Ergebnis unserer wahren Identität für diesen unseren Lebensraum plastisch zu sehen. Außer Acht darf man nicht die enorme Eigendynamik fraglichen menschlichen Wissens lassen, da im Glauben der Überlegenheit gegenüber aller anderen Formen des Bestehens der Drang nach immer entfernteren Zielen die Basisinformationen verwischen und damit die Plattform unseres Überlebens zerstören. 

 

Würde sich Skorpion auch nur im Ansatz solche Gedanken machen, ob sie nun falsch wären oder nicht - überlebte er kaum ein Viertel von seiner bereits bis heute geretteten Existenz. Mit dem Zweibeiner im aufrechten Gang wird er dann doch seinen Meister gefunden haben, da selbst die Natur im sich selbst regenerierenden Gleichgewicht der Nachhaltigkeit des Bewusstseins nichts zu entgegnen hat. 

 

Man ist eben doch kein Unmensch als "Skorpion" und funktioniert unter all den Anderen Arten lediglich nach dem Muster definierter Notwendigkeiten. Das haben wir vielleicht im Wesen einigen voraus... knick knack

Nachtragend sind wir im Übrigen nicht, wir vergessen nur nicht die Situationen direkter Angriffe auf unser Wesen und wissen es im entscheidenden Moment richtig zu nutzen! Verluste tragen wir als Normalität des Daseins und sinnen nicht auf einen schmerzhaften Ausgleich zur Wiederherstellung des Gleichgewichtes. Die Nachhaltigkeit unserer Beständigkeit wird noch jede temporäre Anwandlung überdauern... Was geben uns diese Tierchen als Erkenntnis mit auf dem Weg, was leben sie noch immer ohne Zwang und ohne das Bewusstsein darum...

 

Nur ein Gedanke

 


Donnerstag der 18.11.2010

22:45 Uhr

 

 

Gott ist Mord

Tötet Gott weil Mensch an ihn glaubt oder  Mensch weil er keinem Gott mehr glaubt?

 

 

 

Es war wohl 1987an einem öden Abend in unserer Heimatstadt und ich lief gezielt mit Peter meinem Klassenkameraden zu einem evangelischen Abend. Irgendwoher hatte er die Information dass es da wohl gratis Fettbemmchen gab und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Meuselwitz war bereits damals eine zehn Minuten Stadt, die Stadt pulsierte und damit suggerierte man in seiner Weltfremdheit diesem beschaulichen Städtchen "Größe"... Zehn Minuten Stadt weil man in dieser Zeit von einem Ende zum anderen laufen konnte! Aufgrund der kurzen Wege waren wir auch an diesem Abend schnell am Ziel und retteten uns aus dem ungemütlichen Regenwetter ins warme Glaubensstübchen. Freundlich wurden wir begrüßt und schnell entdeckten wir die satt mit Fett bestrichenen Schnitten und im Munde sammelte sich schon die Spucke nur bei dem Gedanken des Geschmacks mit sauerer Gurke und Salz. Aus der Überraschung so junge Gesichter zu sehen wurde schnell der Drang uns sogleich mit Gott und der Welt auf den rechten Weg zu stutzen. Mit schmatzendem Kauen hörten wir geduldig zu bis nach reichhaltigem Schmaus der Drang zum Gespräch nach außen platzte. Das die Oma auch mit Opa an Gott glaubt und wir uns schon oft darüber unterhalten hätten, das da ein Kreuz war und man den Nächsten lieben sollte erzählte ich ungezügelt. Es dauerte dennoch nicht all zu lang und ich begann nach dem Sinn der Kriege für den Glauben zu fragen obwohl Peter schon die Augen verleierte. Warum all die Toten wenn es doch Gott war der alles erschuf..., um alles wieder zu vernichten?

 

Das ist ein paar Jahre her!

Heute in der Realität rennt man längst nicht mehr aus der Sucht zur Fettbemme zu irgendwelchen Glaubens Seminaren. Die Frage nach dem Sinn an den Glauben zu einem Gott stellt sich so Naiv auch nicht mehr, obwohl sie gerade so noch immer berechtigt wäre. Vielmehr stellt man sich die Frage, wie ein Lebewesen mit soviel vermeintlicher Intelligenz noch immer an einen Glauben glauben kann, von dem er sich bewusst ist das es nur ein Glauben ist. Abgesehen von den bestialischen Formen der Geschichte Menschen mit den Glauben an Gott zu überzeugen ist es nicht weit entfernt wahrhaft verblüfft zu sein. An etwas zu Glauben weil man den Glauben an sich selbst bereits verlor oder noch nie besaß?

 

Ein Glaube an Gott überzeugte mich bereits seit der Kindheit nicht und je mehr ich mich dennoch damit befasste, um so mehr schrak ich während des Lesens aus den Seiten hoch und konnte nicht verstehen wie man so viel offensichtlicher Hirnwäsche verfallen kann. Bibel reizt mit Weisheiten und durchaus einigen bereits zur Realität gewordenen Prophezeiungen doch einen Zusammenhang mit einem Gott kann ich bei aller Überzeugung von diesen Inhalten nicht erkennen. Da lebten Menschen mit enormen Fähigkeiten und sicher waren dann wohl einige Urkapitalisten dabei, die diese klugen Köpfe für sich zu nutzen wussten! Gott in Person war schwierig an den Mann zu bringen und um an die Reichtümer der Welt zu gelangen musste eine gute Werbung her. Geboren war der Sohn Gottes, Jesus Christus und auf das dieser nie schwatzen möge nagelte man diesen eifrigst ans Kreuz um den Braten nicht vorzeitig auffliegen zu lassen?

 

Dem bibelfesten Gläubigen, sich jetzt fast vor Zorn übergebenden Leser sei es gesagt dass die Geschichte um den Glaubenszauber welcher Art auch immer durchaus geläufig ist. Eine wahrscheinlich sehr banale und groteske These sei dennoch erlaubt, zumal man in Gegenüberstellung der Bibel mit den gnostischen Büchern und des Buches Hennoch der fantastischen Geschichte Gott durchaus mehr als nur Zweifel entgegen bringen kann. Da streitet man sich ob er nun Arm oder Reich war der Jesus und in den Überlieferungen sind die Fakten über den ersten wahren Gott der Götter alles andere als identisch mit allen Schriften zum all gesamten Heiligtum der Menschheit. Nebenbei sei nur als kleiner Streitpunkt Lucifer und der bis heute herrschende Picorel über das weltliche Geschehen erwähnt... wer ist Picorel? Genau, der steht verblüffender Weise nicht in der Bibel!


Wem das alles zu viel Simpelei ist sollte sich an die fragwürdigen Abläufe realer Zeit erinnern. Unter dem Deckmantel eines christlichen Glaubens werden Soldaten in Länder sich bekriegender Volksgruppen geschickt, von denen jeder glaubt dass ihr Gott der wahre sei. Bomben werden geschmissen, Raketen gestartet und Brüder sowie Schwestern und Kinder auf das Übelste gefoltert und letztendlich getötet. Krüppel übersähen die ganze Erde, Krüppel die ein plastisches Bild dessen sind, - was Glaube in seiner Auslebung tatsächlich bewirkt. Wer noch immer meint es sei ein Versuch dem Gott im Himmel das Wasser abgraben zu wollen irrt sich. Auf der Stelle soll mich der "Blitz" treffen, wenn ich mich irre im Glauben in Gott eine geniale Ableitung eines urzeitlichen Glaubens menschenähnlicher Individuen heraus zu sehen, um eine so große Masse wie möglich dazu zu bewegen das zu befolgen was Wenige vorgeben. Kapitalisten erwähnte ich nicht für umsonst...knick knack

 

In den Tagen der „massiven Bedrohung“ durch Taliban und Osamas Jünger wäre es durchaus an der Zeit, nach all den Jahrhunderten gezielter und ohne das Schutzschild des heiligen Papstes nach den wahren Gründen für einen Glauben zu suchen. Mit der Deklination der Realitäten auf den Ursprung allen Lebens breitet sich mit jeder noch so großen Selbstbeschummelei dennoch ein klares Bild vor unserer Fähigkeit wahrzunehmen. Wie viele Tode Menschen in all der Zeit unter Gottes Macht und unbegrenzter Güte, wie viele Katastrophen und perverse Schweinerein unter den Augen eines allmächtigen Vaters und mit dessen Segen?

 

Genau, wir sind Gott in Person unserer gesamten Existenz als menschliches Individuum und sind somit die Richter, Henker und Gütigen in einer Person. Wir sind es die ausrotten, andere Menschen diskriminieren und morden zum Selbstzweck. Wir sind es die nach höheren Streben und dabei das mit Füßen treten was uns die Basis unseres Starts auf diesem Trip war. Wir sind es, die sich selbst belügen und somit all die anderen mit und wir sind es, die in all dem Selbstbetrug einen Gott anbeten der darauf nicht mit Verachtung reagieren kann wie es unser Gleichen aus Fleisch und Blut aus eigenem Defizit heraus tut.

Schlichtweg glauben wir lieber an etwas, was es einfach nicht gibt um nicht an uns selbst arbeiten und glauben zu müssen...

 

Scheiß Spiel!

Hätte ich damals von dem Wahnsinn des Glaubens in all seiner Breite gewusst wäre wohl kein einziger Krümel von noch so leckeren Fettbemmen in meinen Hals gelandet. Wie so oft lehnt man sich zurück, schaut mit geschlossenen Augen aus dem Fenster dieses herrlichen Hauses der Schuldlosigkeit, welches wir uns mit soviel Akribie bauten und sieht im ausweglosen Lauf der Dynamik menschlichen Geistes das Ergebnis in einem Dattergreis mit weißem Gewand. Marionette einer verwirrten, im Glauben an eine Überlegenheit gegenüber der Natur verirrten Spezies. Nun stehen sich heute Armeen mit modernen Waffen gegenüber und führen fort was vor 2010 Jahren seinen neu definierten blutigen Anfang nahm. Ein Gruß an alle Soldaten und Kämpfer in den Kriegsgebieten, auch wenn er wahrscheinlich nie sein Ziel erreicht!

 

„Gottesglaube“ nur ein verschwindend kleiner Beitrag zum Thema unter MySpace I & II

 

 

Oli

SPRUCHREIF-ost  

Montag der 20.12.2010

12°° Uhr

 

 

Weltraummüll statt  Schnuppenwunsch

...

Heilig Abend lediglich eine Art der Interpretation, der Sichtweise auf diesen geschichtsträchtigen Tag. Sternschnuppe, Fixstern, Komet oder doch nur verglühender Weltraummüll?

 

Tiefer Schnee und kalter Wind, weit vor dem Winter zeigte dieser nun schon seine Muskeln - als ob er mit Nachdruck dem allgemeinen Bild der Klimaerwärmung trotzend und mit Stärke von seiner ungeschwächten Existenz überzeugen will. Verwandt könnte man meinen, mit vielen menschlichen Verhaltensmustern doch unter dem Strich weit mehr als nur ein egoistischer Zug zur Wahrung des trügerischen Selbstwertes.!?

Wie geht es dir, euch?

Bist du glücklich?

Bedrückt dich etwas, was?

Was hindert dich?

 

Das natürliche Zusammenspiel greift entscheidender ineinander als Zweibeiner aufgrund ihres Geistes dazu in der Lage wären. Die globale Abhängigkeit aller Vegetations- und Lebensformen ergeben unter dem Strich ein Ganzes, welches durchaus hin und her zusammengefügt und zerlegt werden kann. Mensch ist in der Lage durch sein hoch entwickeltes Gehirn Zusammenhänge zu verstehen, sie über das Nutzen leider jedoch auch zu verstehend auszunutzen. Auffallend ist, das die Kombinationsfähigkeit im Ergebnis dennoch Handlungsunfähig scheint, da die voraussehbaren Folgen einer gnadenlosen Ausbeutung vorhandener Ressourcen im Unterlassen von Rohbau nicht unterbunden/verhindert werden. Im Glauben an einen Gott, der alles erschuf und im Glauben an einen Jesus Christus als Sohn Gottes verehrt, zeigt sich aufgrund der immer klarer werdenden Tatsachen hoch entwickelter Archäologie und intensiv arbeitenden Experten das es sich tatsächlich nur um einen Glauben handelt. Wie vernarbt muss die Seele der Menschheit sein, wie Krank und wie allein,- um den Glauben an sich selbst verloren und im Tausch an eine Illusion verschenkt zu haben. Loyalität und Wertigkeit sowie Leben und leben lassen sind Grundtugenden als Rezept für ein funktionierendes Miteinander. Die Aufrechterhaltung von Glauben an Götter mag in jedem einzelnen Individuum völlig akzeptierbar sein. Wandelt sich Glaube jedoch zum Richter über die Realität des Seins stellt sich bei normal funktionierenden Verstand die Frage, was nun zuerst war und warum daraus entstand was entgegen dem Ursprung nicht funktioniert.

 

Am Leben zu sein ist auch wenn man krankhaften Einschränkungen unterliegt ein Geschenk. Am Leben zu sein ist letztendlich kein Zufall, auch der Werdegang des eigenen Lebens nicht,- auch wenn unser menschlicher Verstand das all zu oft anzuzweifeln versucht. Das Leben, den Menschen und die Erde als biochemisches Laboratorium zu sehen mag weniger verlockend klingen. Unter dem Strich unterliegt alles Leben auf diesem Planten eben diesen biochemischen Grundlagen und noch bevor wir das Wort geformt aus dem Mund akustisch verlassen lassen können, lag die Basis dieses Wortes in den chemischen Abfolgen einer komplexen Zellstruktur...

 

Fragen, Antworten und Schlussfolgerungen...

Mutmaßungen sowie gedankenlose Unbeschwertheit!

Hinter jedem Umstand verbirgt sich ein Ausgangspunkt und in Betrachtung aller Möglichkeiten des Lebens hier auf diesem Planeten zeigt sich das in eben diesen Möglichkeiten auch die Beschränkung liegt.

Das Wissen um die Abhängigkeiten relativiert emotionale Befindlichkeiten und somit sei’s dahingestellt was wir wie, wann und in welcher Form auch immer geistig produzieren. Wichtig ist das wir miteinander Harmonieren und so recht stressfrei unser kurzes Dasein zelebrieren.

 

Mit einem breiten Grinsen wünsche ich recht geruhsame Feierlichkeiten, einen guten Rutsch ins neue Jahr und das 2011 für alle eine positive Zahl in den Erinnerungen sein möge.

 

Oli 

 

SPRUCHREIF-OST

Donnerstag der 06.01.2011

7:15 Uhr

 

 

Wie doch die Zeit, vergeht...

Inne halten, kurz nur.

Inne halten, tief einatmen und langsam ausatmen...

Ruhe, wie schön doch Ruhe ist!

 

Wie doch immer mehr,

mit jedem bewussten Atemzug -

der Trubel,

der Lärm  verstummt.

Ruhe...

Langsam,

nach und nach Vogelgezwitscher -

schwach nur immer lauter,

ein Bach irgendwo da,

zwischen den raschelnden Bäumen.

 

Eine Biene summt am Ohr vorbei,

süßes Blumenmeer -

atme,

tief...

Dieser Duft,

frisch gehauenes Gras.

Weiche Haut,

ein Kuss -

Augen,

Wärme.

 

Das Wort,

ungesagt im Wissen verstummt -

Inne halten,

genießen...

 

Diese Ruhe...

Diese Ruhe...

Samstag den 08.01.2011

18:21 Uhr

 

 

 

 

Alaaarm...

 

 

 

 

 

 

 

Ne Meise haben wohl die meisten Zweibeiner auf diesem Planeten, manche sogar die Vogel oder Schweinegrippe und sterben daran...

Was „Mensch“ tatsächlich noch alles hat weis man wohl erst, wenn im Moment jemand unvorsichtig darüber stolpert. In so einem Körper wimmelt einiges an Bakterien und Viren umher, die Einen sind das Heer der Guten und die anderen die Armee des Schreckens. Gleich gut aufgerüstet sind sie meist nicht und wenn die Guten sich in Sicherheit wiegen greift der Aggressor „Bin Bösbakterie“ und Herr „Laden Terrorvire“ sofort an. Tüchtig wird da im Inneren eines solchen „Homo Sapiens“ gemetzelt und immer häufiger muss der Bund an Friedenstruppen gegenüber der monströsen Übermacht größere Territorialverluste wie z.B. der Leber hinnehmen und letztendlich kapitulieren. Einsätze in den Kriegsgebieten kosten viel Kraft und mit dem Erleiden von nachhaltig schweren Verlusten schwindet die Wahrscheinlichkeit einer Rettung eh schon verlorener Strukturen und somit die Kraft des biochemischen Zellenstaates. Rückzug in die noch zu haltenden Regionen und die noch vorhandene Ressourcen schützend stärken... Obst und Gemüse soll helfen, Vitamine zum Aufbau der Abwehrkräfte doch wie es der Zufall will, sammelt sich nun gerade in diesen wundersamen, bunten Früchten und Gemüsearten vieles an schädlichen Substanzen. Darum kauft man ja auch „BIO“ in Paul seinem Alternativladen und schon ist alles in Ordnung...

 

Wenn’s denn so wäre!

 

Sind sie Dioxin verseucht und wissen nicht wie es weitergehen soll?

Machen sie sich keine Sorgen, was sie seit Jahren bereits in sich tragen wird nun an Folgen sich nicht verschlimmern!

Haben sie vielleicht bereits die bei Dioxinvergiftung auftretende Chlorakne?

Machen sie sich keine Gedanken darüber wie sie die wieder loswerden, es ist unmöglich! Einmal verseucht ist immer verseucht und bei aller Leichtigkeit im Spiel mit gefährlichen Mittelchen ist es um so aussichtsloser sich von diesen wieder zu befreien! Als massenhaftes Nebenprodukt bei der Herstellung von chlororganischen Chemikalien stellt sich natürlich die Frage nach dem Verbleib dieses unangenehmen Geschenkes von biochemischen Reaktionen. Wohin damit und vor allem so, das es keinem unangenehm aufstößt... Die Idee es in den Lebensmittelkreislauf hinein zu bröseln ist genial. Dioxin klingt als Bestandteil einer frischen, wohlschmeckenden Scheibe Leberkäse sehr reizvoll..., neben all den Anderen äußerst natürlichen Zutaten wie Stabilisatoren, Antioxidationsmittel, Ascorbinsäure und Konservierungsstoffe die durchaus Spuren von Sellerie, Senf, Pistazien und Milcherzeugnissen enthalten.

 

Schon längst mampft der Westeuropäer in Zentnern gemessen die kontaminierten Fressalien in bunten Verpackungen mit dem Prädikat sehr gut. Fleisch von bis zur Unkenntlichkeit gezüchteten Mastschweinen und Fleisch der Millionen von Knasthühnern, sowie deren Eier. Über die nachhaltige Verwendung von Dioxinen zur Futtermittelbeigabe kann man sich bei den dadurch wohlhabend gewordenen Produzenten bedanken. Immerhin machten sie sich grundlegende Gedanken zur Beseitigung eines undankbaren Nebenproduktes. Entsorgung auf herkömmlichem Wege hätte wahrscheinlich sechsstellige Kosten produziert. Die Variante der verzögerten Anreicherung von giftigen Dioxinen in Millionen von tierischen sowie pflanzlichen Organismen schüttet unweigerlich zwei bis dreistellige Millionenbeträge auf die Konten der Entsorgungsexperten. Selbst in Zeiten der Moderne muss die Fress und Kackmaschine Mensch Tonnen an Produkten in seinen immer größer werdenden Hals schieben um sich nicht ohne wohl genährt zu sein Gedanken um die Abnahme überschüssiger Pfunde machen zu können...

Viel wichtiger wäre das Bewusstsein über den wohl schon von abgelagerten Dioxinen geförderten, in Metastasen heranwachsenden Schnappzangenrüpel, der sich langsam durch das Ödland eines verseuchten Körpers frisst!

 

Clever von den Futtermittelbuden, dieses Zeug so in den Schlund der Zeit verschwinden zu lassen, in einem Volk was eh gefallen daran zu finden scheint permanent verarscht zu werden.

 

Über die Luft in die Welt, über den Regen in die Erde und von dieser in Milliarden von Getreide und Futterpflanzen die letztendlich im Magen des Viehs landen, welches wir dann massenhaft gefressen mit kräftigen Schlucken wohlschmeckenden Bieres  rülpsend verdauen. Ist nun wirklich der Futtermittelhai ein Bösewicht oder ist er nur Bestandteil in Form eines Tropfens in einem riesigen, faulenden Meer. Bedenkt man das wir wohl kaum ein absolut reines Lebensmittelprodukt mehr im Sortiment unserer Regale finden dürften, durch die hohen Belastungen von Schadstoffabgasen, die Ausschwemmungen von Düngemittel aus den Anbaugebieten der Agrarindustrie in das Grundwasser und die Flüsse, die  Restbestandteile von Medikamenten in den Exkrementen davon Abhängiger Millionen von Menschen und Tieren in die Trinkwassernetze... berücksichtigt man all die zur Verunreinigung beitragenden Bausteine und setzt sie ins Verhältnis zum Dioxincocktail der Futtermittelmillionäre macht das wohl einen verschwindend kleinen Anteil aus. Letztendlich konsumieren wir durch unsere wachsenden Ansprüche und den daraus sich logisch folgernden Umständen das was wir verdient haben!

 

Würde gerade der Deutsche weniger Fressen und in seinem Drang an Jedem und Allem sparen zu wollen weniger akribisch sein, stünde ihm auch mehr Qualität zur Verfügung da zum Beispiel gigantische Mastfabriken die hoch natürlichen Kleinst und Mittelbauerngüter nicht mehr überwalzen könnten. Dioxinalarm im Überwachungsstaat...

Eigentlich ist es nicht zum Lachen aber Hand aufs Herz!

 

Da rühmt sich eine Gesellschaft mit seiner Moderne und Reichtum vor Ländern die ums nackte Überleben kämpfen, um letztendlich mit den Produkten seiner Überlegenheit kläglich in den einfachsten Dingen zu versagen! Da lobt man sich die Lanze und den Lendenschurz, das offene Feuer im spärlichen Zelt und die weithin hörbaren Trommeln einer allabendlichen Huldigung des einfachen Lebens!

 

Zum Abendessen weich gekochtes Ei und Wurst auf Bemme?

 

 

Oli

SPRUCHREIF-ost

 

Sonntag den 27.02.2011

19°° Uhr

Thilo Sarrazin

 

Was wäre diese Menschheit ohne seine schwarzen Schafe, die sich bestens eignen um vom wirklichen Wahnsinn abzulenken?! Der Mut des Individuums zum Glauben an die Wahrheit seiner Gedanken, weist die Masse als Lügner in die Schranken!?

Raffinat Toxin Sarrazin?

 

 

Am Sonntagmorgen auf dem Überwurf der Second Hand Couch knistern unter dem Hartz IV Hintern des portugiesischen Arbeitslosen die restlichen Chips des Vorabends, während er sich im "aufzuppen" einer Bierdose durch das Frühprogramm des alten Röhrenfernsehers zappt. Die 10 jährige Stieftochter beschäftigt sich im kalten Abstellraum, was liebevoll als Kinderzimmer beulkt wird und spielt zwischen Mülltüten und Kartons, dem Wäscheständer mit armlosen Barbiepuppen aus dem Fundus heile Welt am Frühstückstisch. Der Magen knurrt dem Kinde und während die beleibte Mama in der ausgebeulten Leggins nur im BH am Küchentisch eine Kippe nach der anderen quarzt, schreit der illusionslose Hungerknochen vom Wohnzimmer wann es denn endlich etwas zu fressen gibt. Mach dir selber was du Arschloch zischt die Alte vom Küchentisch zurück und das Kind arrangiert sich ausgezeichnet, in dem sie sich dem Jargon annehmend mühelos durch die Rumpelbude zum Kühlschrank wühlt. Ungekämmt und mit schwarzen Fingernägeln krallt sich die Kleine aus dem mit Bierhülsen voll gepfropften Kühlschrank die Milchtüte und bereitet sich im dichten Qualm, unter dem ignoranten Husten ihrer Mutter ein Frühstück aus den Resten der Cornflakes und Müslipackungen. Der ganze normale Wahnsinn und Wochenendzauber in einer Vorzeige Hartz IV Familie und in diesem Land keine Seltenheit. Selbst nach Außen hin scheinbar „saubere Leute“, die sich gewählt auszudrücken versuchen, - verfallen nicht selten in den heimischen Wänden schier Abgrundtief in die Abartigkeiten einer fragwürdigen, sozial abgesicherten, demokratischen Gesellschaft. Faulpelze und unter bemittelte Klötzer am Bein des staatlichen Gemeinwesens sollen es sein, diese arbeitslosen Assis oder eben das Ergebnis einer äußerst monogamen Politik?

 

Die Frage erbaut sich im Einmal eins der vorherrschenden Realitäten dem desillusionierten Pöbel automatisch, warum nicht der Migrant beim deutschen Geschäftstüchtigen sein letztes Geld für etwas zu beißen lässt, sondern der Deutsche seine spärlichen Sozialstützen beim Dönermann und Spiddlmarkt des Fernostlers veräußert. Der Wohlstand eines ausländischen Hinzugezogenen hinkt dem eines arbeitslosen Deutschen im Hartz IV Bezug nicht hinterher! Die Ewige Debatte um die Wegnahme von Arbeitsplätzen durch Ausländer scheint tatsächlich hinfällig zu sein, da jeder neu gewonnene Bürger dieses Landes auch, dem deutschen „Asozialen“ gleich ohne etwas zu leisten in seiner Existenz abgesichert ist! Spontan fällt einem da die beobachtete und am eigenen Leib erfahrene Realität in den bereisten Ländern auf, die bei weitem nicht soviel Verständnis für einen Zuzug ohne wirtschaftlich gewinnbringenden Hintergrund für das Land hätten. Ganz im Gegenteil bekommt man da recht deutlich mehr „Feindseligkeit“ zu spüren, als man vor Ort im zackigen, gutbürgerlichen Gemeinwesen gesetzlich umsetzen dürfte. Der Deutsche im Allgemeinen somit ein braver Nazi, der sich aufgrund seiner Vergangenheit durch die Fegefeuer seiner Dummheiten jagen lässt?  

 

Das ein Beduine in Deutschland einfacher an etwas zu Essen kommt als ein Deutscher in der kargen Landschaft der Turbane und Schleier ist verständlich. Dass ein Deutscher es oft schwerer hat in seinem eigenen Land wenigstens nur etwas von dem zu haben, was einem Einwanderer von welcher Abstammung auch immer als Grundsicherung in jedem Falle zukommt macht stutzig.

Dem Ausländer kann kein Vorwurf für sein Tun gemacht werden, nutzt er lediglich die sich ihm ergebenden Chancen um sein Leben angenehm, den Umständen entsprechend zu gestalten.

 

Steigende Armut trotzend des Wirtschaftswachstums nach der Krise...

 

Wie sich das dem Obdachlosen, dem Hartz IV Empfänger oder Arbeiter dessen Lohn nicht ausreicht um zu überleben gegenüber einer türkischen Familie erklärt, die auf das Amt mit dem Daimler vorfährt und eben nicht schwarz mit der Straßenbahn zum Termin schaukelt um in der verbleibenden Woche bis zur Auszahlung des Satzes sich noch etwas zum Frühstück kaufen zu können wird damit absolut klar!

 

Im Rausch der Globalisierung und des Multi Kulti Hipe zelebrieren alle Jungdynamiker, die das morgige Rückrad Deutschlands darstellen einer allumfassenden, globalen Verbundenheit. Querbeet und Allwissend meinen nicht nur deutsche Nachwuchstriebe die Zeichen der Zeit erkannt und das Rad neu erfunden zu haben... Alles ist schön und Probleme bereiten einem eh immer die Anderen, zum Glück wird man diesen nie begegnen!? Daran glauben wahrscheinlich Viele und schmalzen sich im oft coolen Gehabe umfassendes Verständnis der Umstände ins Gewissen. Nun hat sich ein Mann hin gesetzt und seine Gedanken aufgeschrieben welche er zum Staate Deutschland so hat. Recherchiert hat er und an Hand seines eigenen Sohnes, wenn man der Information trauen kann ein plastisches Beispiel gefunden um seine Thesen in mancherlei Hinsicht durchaus nachhaltig zu bekräftigen. Aufgefallen müsste ja nun Jeden sein, das die Leisesten  unseres Landes mit dem Veröffentlichen der Thesen von Sarrazin vordringlich aggressiv auf die Ergüsse reagieren. Warum?

Im Gemeinwohl des kapitalistischen, demokratischen Sozialstaates BRD prangert hoch über unser aller Köpfe die Errungenschaft der Meinungsfreiheit und nutzt diese dann mal jemand mit welchen Thesen auch immer, schreit das saubere Land laut auf. Wie wild gewordene Spatzen die meinen Schnäbel eines Adlers zu haben, hacken um die Gunst der Allgemeinheit buhlend irgendwelche Schmierfinken und Moderatoren der reinen Aussage in die Augen. Was hat er denn geschrieben das man sich so entrüsten könnte? Antisemitismus wirft man nun diesem Manne vor und schraubt dieses Buch wie das Werk Satans oder von Hitler persönlich verfasst in den Erregungsolymp. Wenn nur Ansatzweise so intensive Reaktionen bei den Aufmärschen von Neonazis in unseren sozial demokratischen Städten bekundet würden, wäre der Glaubwürdigkeit von der Reinheit sich über Sarazzins Thesen brüskierender Charaktere einiges an positiven zugewonnen.

 

Stattdessen peitschen wir diesen Mann stellvertretend aller Bürger dieses Landes, welche unweigerlich des Manchen sehr wohl mit den Inhalten dieser Realitätsbibel konform laufen durch die Möglichkeiten einer persönlichen Diffamierung. Bis zu seiner Veröffentlichung der unangenehmen Gedankengänge waren die Verdienste dieses vermeintlichen Antisemiten recht gut im gesamtdeutschen Staatswesen aufgehoben. Keiner zweifelte öffentlich an der privaten Meinung eines Thilo Sarrazin... Aufgefallen ist er wohl schon immer doch warum setzt sich das Volk, die Öffentlichkeit mit einer ehrlichen Aussage nicht interessiert auseinander, setzt mit gehaltvoller Konversation zur Behebung eines möglichen Trugschlusses an und blockt stattdessen die Aussagen als Nichtig und Unwahr ab? Sieht so eine real, offene und ehrliche Auseinandersetzung mit dem nötigen Respekt der Eigenheit, eine Akzeptanz und Toleranz der Individualität eines jeden Menschen aus? Im massiven Anfechten der plastisch erlebbaren Tatsächlichkeiten erreicht man unweigerlich die Verhärtung sich in unterschiedlichen Meinungen gegenüber stehender Fronten. Das Totschweigen von im Volk brodelnden Ängsten hat bereits in der Geschichte immer zum Zerfall eines staatlichen Gerüstes und letztendlich zum Sturz des politischen Apparates geführt. Gerade in diesen Tagen können wir erleben wie sich das Ergebnis eines politischen Monologes äußert. So weit entfernt von einem verwirrten Muammar al - Gaddafi sind wir mit und in unserer Politik nicht! Sieht die Menschheit in einem einzelnen Menschen wie Sarrazin und seinen Aussagen eine Bedrohung, ist sie sich nicht des Geschenkes, der Wichtigkeit von Mannigfaltigkeit bewusst und wird am Fundament der Vielfältigkeit durch Ignoranz zu Grunde gehen.

 

Die realen Zustände unseres Landes sind weit weniger positiv als wir vor uns selbst zugeben möchten. Deutschland ist noch immer zu weit mehr fähig, als sich mit marktwirtschaftlichen Ausrichtungen über die weit wichtigeren Realitäten der sozialen Infrastruktur hinwegzusetzen. Die Mehrheit wünscht sich sicher kein zweites Naziregime und wer in der Lage ist zu begreifen schließt sich dem auch an. Dazu gehört grundlegend aber auch, sich den Gegensätzlichkeiten gegenüber offen und gehaltvoll zu verhalten und nicht in jedem Dialog über Ausländer sofort den Antisemitismus als Grundlage der Auseinandersetzung zu sehen.

 

Prüfen wir uns selbst in der Hinterfragung unseres Denkens und unseres Tuns im Alltag! In diesem Sinne, ein Hoch der Toleranz und Akzeptanz...  

 

Oli

SPRUCHREIF- ost 

Maske?

Dienstag der 01.03.2011

20°° Uhr

 

 

Karl Theodor zu Guttenberg?

 

Was wäre die Menschheit ohne Wölfe im Schafspelz?

 

Bravourös, Applaus Deutschland...

 

 

Ja nun kann sich bewusst zurücklehnen was all die vergangenen Tage mit giftigen Thesen der Monarchie ordentlich Feuer unter den Hintern gemacht hat. Stolz kann er wieder sein, der Deutsche... In all seinem Drängen den wohl so gearteten, in diesem Lande noch nie vorgekommenen Betrug dieses jungen Ministers auf das Unermessliche zu dehnen, stützten sich natürlich alle Protestanten mit hoch qualifiziertem Hintergrund auf das im Lande vorherrschende Recht und die dazugehörige Ordnung mit gesetzlicher Verankerung. Das beinhaltet natürlich auch das ganze Wesen des Lümmels in Frage stellen zu müssen und die getane Arbeit unweigerlich negativ zu bewerten. Im warmen demokratischen Fluss eines ehrlichen, offenen Staates darf die Strömung zum Wohle aller nicht abreißen. Der Betrug schwoll als Schrei noch in den Adern, bevor dieser den Weg in die Ohren dafür empfänglicher Glücksritter fand. Ganz klar dass sich da die Gemüter der Opposition und der brillanten Hobbyminister hoch kochten und olympische Blutdruckwerte erreichten. Deutschland einig Vaterland schien nun beim plakativ nachvollziehbaren Betrug des jungen Theodor wieder mit Geifer in den Mundwinkeln zu funktionieren und siehe da, es ist geschafft. Eine typische Reinigungsaktion inmitten des blütenreinen Politwahnsinns, der weitaus mehr korrupte Abgeordnete mit Doktorantentitel inne hat als man in der Gesamtheit der Titellosen im Bundestag finden kann. Käme auf eine Tiefenprüfung an...

Da recken sich die Hälse eines Gregor Gysi, Jürgen Trittin und Günther Gabriel die zutiefst betroffen sind und werden sich sicher dem enormen Imageschadens durch diesen ehrlosen Spross mit ihren Parteifreunden opfern, um dem Lande das nötige Vertrauen in das politische Schaffen zurück zu geben. Wie lange scharren diese mit Scheuklappen beengten Einäugigen im Dreck der feindlichen Parteien und wurden bis zum jüngsten Fall meist nur der Spelzen fündig, dessen Inhalt längst im Blähbauch der christlichen Demokraten, der Union oder FDP gärte. Es wäre sehr erfreulich wenn alle Unken des Landes mit reiner Weste nun, wo der Wolf im Schafspelz vertrieben ist ihre exakte und für die politischen Notwendigkeiten äußerst brauchbaren Fähigkeiten entgegen dem Negativbeispiel, positiv für das geeinigte Deutschland und dessen treudoofen Volkes umsetzen würden. Die Fähigkeit objektiv und deutlich zu sehen, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen werden sich ja mit dem Rücktritt des Karl Theodor bewiesen haben. Also los, mit Pauken und Trompeten den Sieg über den Betrug zum beispiellosen Staatsstreich tanzen! Man darf gespannt sein...  

 

 

Ironie des Schicksals oder das Schicksal der Ironie? Es darf überlegt werden...  

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